Seitenanfang

Aktiver Navigationseintrag - hier Startseite

Sprungmarken


Hauptnavigation





Hauptinhaltsbereich

Kann Herr Wrage nicht rechnen?

Leserbrief zum Artikel „2008 - Das wird das Jahr der Entscheidungen“,
von Helmuth Jahnke, in: Pinneberger Tageblatt vom 6. Februar 2008

Helmuth JahnkeIn seinem Ausblick auf 2008 schreibt der Fraktionsvorsitzende der CDU Wrage:

In 2008 wird für 3,3 Millionen Euro (nicht fünf Millionen Euro, wie die SPD behauptet) die neue Sporthalle an der Feldstraße entstehen. ... Durch das spezielle Ausschreibungsverfahren, dass die CDU ... entwickelt hat, ... ist es uns gelungen, eine Sporthalle „einzukaufen", die kreisweit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben wird.

Entweder kann Herr Wrage nicht rechnen oder er versucht aus durchsichtigen Gründen, die Öffentlichkeit über die Kosten für die neue Sporthalle zu täuschen. Denn die CDU hat die viel zu hohen Kosten für die neue Sporthalle wesentlich (mit) zu verantworten. Wie Herr Wrage weiß oder wissen sollte, hat die Gemeinde sich in einem Vertrag mit der Firma Goldbeck verpflichtet, für die Errichtung der Sporthalle in 300 Monatsraten 25 Jahre jährlich 231.128,40 € aufzubringen, insgesamt also 5.778.210 €. Zusätzlich müssen für das Betreiben der Sporthalle an die Firma Goldbeck 121.460,29 € pro Jahr gezahlt werden. Diese Kosten können jährlich an steigende Unterhaltskosten angepasst werden. Ferner trägt die Gemeinde die Kosten für den Ersatz von Schäden am Inventar aus der Regel-Nutzung der Halle und für Vandalismusschäden, die 170 € im Monat übersteigen. Hinzu kommen direkte Zahlungen der Gemeinde für die Versicherung des Gebäudes und seiner Ausstattung, die Unterhaltung der Außenanlagen und den Winterdienst. Für die Überwachung der Vertragsleistungen – der Projektvertrag enthält zahlreiche Regelungen, die Handlungsrechte und -pflichten auslösen - entstehen bei der Gemeinde außerdem Personalkosten.

Demgegenüber wurde 2007 von der Gemeinde Kummerfeld gemeinsam mit dem Kummerfelder SV eine Dreifeldsporthalle in herkömmlicher Weise errichtet, für die die Gemeinde netto lediglich 2,3 Millionen € aufbringen musste. Die jährlichen Folgekosten für diese Sporthalle betragen auch nur 40.000 €. Das die neue Halstenbeker Sporthalle kreisweit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben wird, trifft deshalb nur zu, wenn man das Ergebnis aus der Sicht des am Vertrag beteiligten Unternehmens, ihrer Bank und der teuer bezahlten ÖPP-Berater der Gemeinde bewertet. Der Gemeinde kommt die Sporthalle teuer zu stehen.