„Wollen Realisierung des Greve-Projekts verhindern"
Ines Strehlau plädiert für Neubau der „Regenbogen"-Kindergarten / Kommunalwahl im Visier
Von Ines Strehlau, Fraktionschefin der Grünen ,
in: Pinneberger Tageblatt vom 11. Januar 2008
Im vergangenen Jahr haben Sie eine neue Bürgermeisterin gewählt. Eine gute Wahl, wie wir finden, denn es weht endlich ein anderer Wind im Rathaus - Engagement, Geradlinigkeit und Bürgernähe werden gelebt und bilden die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung. Sie ist die Basis für gute politische Entscheidungen. Diese werden wir auch im kommenden Jahr wieder fällen müssen und es wird sichtbare Neuerungen in Halstenbek geben.
Da ist zum einen das unsägliche „Knick-Ei", das im vorigen Jahr endlich abgerissen wurde und bis zum Sommer nun durch die lang ersehnte Drei-Feld-Sporthalle ersetzt wird. Wir sind ein bisschen stolz darauf, dass wir daran maßgeblichen Anteil hatten. Ohne die von den Grünen initiierten Bürgerentscheide und das beharrliche Argumentieren in den Ausschüssen, hätten wir sicherlich inzwischen die zehn Millionen Grenze weit überschritten, ohne in einer sicheren Sporthalle Sport treiben zu können. Wir hätten diese Entwicklung gerne einige Jahre und Millionen Euro früher gehabt, aber das Ringen David gegen Goliath dauerte leider sehr lange.
Konkrete Pläne für die neue Schule
Zum anderen wird ein anderes großes Projekt weiter Formen annehmen - die Grund- und Gemeinschaftsschule (GGemS). Nachdem sie mit enormer Nachfrage im vergangenen Sommer gestartet ist, müssen Politik und Verwaltung jetzt dafür sorgen, dass der Neu- und Umbau noch in diesem Jahr in die konkrete Planungs- und Realisierungsphase tritt, damit die Pavillons bald Geschichte sind und, wie es das zukunftsweisende pädagogische Konzept vorsieht, auch die Grundschulen integriert werden können. Ende vorigen Jahres ist ein kompetentes Architektenteam ausgewählt worden, das noch im Januar die ersten Entwürfe dazu vorlegen wird. Im weiteren Planungsverlauf sehen wir es als absolut notwendig an, dazu die Sitzungen öffentlich tagen zu lassen, um die an Schule beteiligten oder interessierten Personen in der Entscheidungsfindung einzubinden.
Da die Schulplanung abgeschlossen ist, muss mit dem Bau der „Regenbogen"-Kita endlich in diesem Jahr begonnen werden, denn der bauliche Zustand des „Regenbogen", vor dessen Eingang bei Regen zum Schutz Sandsäcke vor den Türen liegen, ist nicht länger hinnehmbar.
Das Greve-Projekt wird uns sicherlich auch in diesem Jahr begleiten. Wir werden alles daran setzen, deren Realisierung zu verhindern. Es wäre fatal, wenn mit einem großen Lebensmittelmarkt dort, die gerade beginnende Wiederbelebung des Ortskerns zunichte gemacht würde und die Nahversorgung in Krupunder zum Erliegen käme. Auch die Verkehrs- und Emissionsbelastungen von zusätzlich täglich etwa 7000 Pkw-Fahrten sind unserer Ansicht nach nicht ausreichend in den Planungen berücksichtigt worden.
Die Weiterentwicklung des Ortskerns mit der Umgestaltung der Gustavstraße und des Rathausvorplatzes wird uns in diesem Jahr ebenso begleiten. Wir werden daran arbeiten, dass es auch dort bald sichtbare Verbesserungen geben wird.
All diese Projekte sind kostenintensiv und verlangen von uns, sehr bewusst mit den Haushaltsmitteln umzugehen, auch wenn die gute wirtschaftliche Lage uns prognostizierte Steuermehreinnahmen von mehr als einer halben Million Euro bringen wird. Dann ist da noch die Kommunalwahl. Am 25. Mai werden wir uns Ihrem Votum stellen. Sie werden entscheiden, ob wir unsere Sache in den vergangenen fünf Jahren gut gemacht haben oder eher nicht. Wir sind gespannt auf Ihre Entscheidung.

