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Borchert-Gymnasium: Kreis ist verantwortlich

TRÄGERSCHAFT: Unions-Vorsitzende Kirsten Sajitz sorgt sich um Sanierungsstau von mehr als zehn Millionen Euro

Von Kirsten Sajitz, Fraktionsvorsitzende der CDU ,
in: Pinneberger Tageblatt vom 13. Januar 2009

Kirsten SajitzLiebe Halstenbekerinnen, liebe Halstenbeker, ich wünsche Ihnen allen ein gutes neues Jahr.

Die Gemeindevertretung hat Ende 2008 auch mit den Stimmen der CDU eine Erhöhung der Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer beschlossen. Wir haben dieses mit beschlossen, um wichtige Vorhaben für unsere Gemeinde finanzieren zu können. Gleichzeitig werden wir uns noch stärker dafür einsetzen, die Ausgaben im Verwaltungshaushalt auf das Notwendigste zu beschränken.

Wir können stolz darauf sein, dass es uns gelungen ist, in kürzester Zeit die neue Dreifeld-Schulsporthalle an der Feldstraße zu geringen Gesamtkosten inklusive des Betriebes zu errichten. Dieses war nur möglich, durch das von der CDU beschlossene Verfahren der Öffentlich-Privaten-Partnerschaft ÖPP. Der erforderliche Neubau der fünfgruppigen Kindertagesstätte Regenbogen hat oberste Priorität. Wir setzen uns dafür ein, dass das Bauleitverfahren schnellstmöglich durchgeführt wird. Hierbei ist zu über­legen, dass der Träger der Kindertagesstätte auch als Bauherr auftritt.

Das größte Vorhaben ist der Bau der Grund- und Gemeinschaftsschule. Das pädagogi­sche Konzept der Gemeinschaftsschule wurde maßgeblich in Halstenbek erarbeitet. Das längere gemeinsame Lernen, bei dem die Schüler gleichsam gefördert aber auch gefordert werden, sorgt dafür, dass den jungen Menschen ein besserer Start ins Berufs­leben ermöglicht wird. Unsere Grund- und Gemeinschaftsschule wird an zentraler Stelle im Ort auf der Brandtschen Wiese errichtet. Hierbei ist zu prüfen, ob, gerade aus städte­baulicher Sicht, der Schulbereich fünfte bis zehnte Klasse in einem kompakten dreige­schossigen Baukörper auf dem nördlichen Teil der Brandtschen Wiese zu bauen ist und der Bereich der ersten bis vierten Klassen auf dem Grundstück der alten Realschule erstellt wird.

Das Wolfgang-Borchert-Gymnasium wird zum 1. August 2009 in die Trägerschaft der Gemeinde Halstenbek übergehen. Laut Gutachter befindet sich das Gebäude in einem schlechten baulichen Zustand. Es ist von einem Sanierungsstau von mehr als zehn Millionen Euro die Rede. Zu dem kommt, dass notwendige Erweiterungsbauten und eine Mensa geschaffen werden müssen. Wir werden den Kreis nicht aus seiner Verant­wortung entlassen.

Damit Halstenbek diese beiden Großprojekte realisieren kann, ist für uns, die CDU Halstenbek, nur der Weg über eine Öffentlich-Private-Partnerschaft akzeptabel.

Die im Flächennutzungsplan festgelegte Siedlungsentwicklung ist noch nicht ab­geschlossen. Trotz der Neubautätigkeit ist die Einwohnerzahl kaum gestiegen ist. Dies bedeutet, dass wir auch zukünftig Wohnbaugebiete ausweisen werden.

Die CDU setzt sich dafür en, dass die geplante Gewerbegebietserweiterung kommt. Wir machen uns stark gegen übertriebene Forderungen von Seiten des Landes oder des Kreises und werden uns gegen solche behaupten. Diese Gewerbegebietserweiterung wird es uns in der Zukunft ermöglichen, wichtige Vorhaben finanzieren zu können und die Hebesätze wieder zu senken.

Diese Vorhaben sind nur möglich, wenn alle Verantwortlichen vertrauensvoll, ehrlich und respektvoll zusammenarbeiten. Ich freue mich, wenn auch Sie die Entwicklung unserer Gemeinde konstruktiv und kritisch mit begleiten.