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Hauptziel: Kinder und Jugendliche fördern

Von Gudrun Gabriel-Schröder, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, in: Pinneberger Tageblatt vom 5. Januar 2010

Die Halstenbeker Grünen bleiben ihrem Grundsatz treu, eine offene, ehrliche Politiklinie zu betreiben. Bürgerbeteiligung ist bei uns ausdrücklich erwünscht. Unser Hauptziel im Jahre 2010 ist weiterhin die Förderung von Kindern und Jugendlichen. Kinder sollen "mitgenommen" und nicht "aussortiert" werden.

Gesellschaftliche Veränderungen (beide Elternteile arbeiten, Flexibilität wird gefordert, die Anzahl Alleinerziehender ist stark gestiegen) erfordern Ganztagsbetreuung in Kindergärten und Schulen. Diese Einrichtungen müssen eine 'Wohlfühl-Atmosphäre' bieten und die Kinder ihren Fähigkeiten entsprechend fördern.

Bau und Weiterentwicklung der neuen Grund- und Gemeinschaftsschule hat bei uns Priorität. Der Zuspruch ist sehr groß, es gibt mehr Anmeldungen als Schüler, die aufgenommen werden können. Das zum Lernkonzept gehörige Raumprogramm (beispielsweise Gruppenräume, Mensa) wird mit dem Schulneubau auf der Brandtschen Wiese umgesetzt.

In 2010 wird endlich mit dem Neubau der Kindertagesstätte "Regenbogen" begonnen und der marode Altbau ersetzt. Damit rückt Halstenbek der gesetzlich geforderten Quote an Krippenplätzen ein großes Stück näher und das Angebot an Kindergartenplätzen wird der Nachfrage angepasst.

In gemeinschaftlich genutzten Gebäuden und Außenanlagen möchten wir langfristig erreichen, dass Barrierefreiheit selbstverständlich wird. Daran werden alle Menschen partizipieren - Ältere, Behinderte, Eltern mit Kinderwagen.

Die Grünen werden sich weiter dagegen wehren, Investitionen im Verkehrsbereich zu tätigen, um ein Verkehrschaos zu mindern, dass gar nicht entsteht, wenn auf den Bau des "Greve"-Fachmarktzentrums verzichtet wird. Das Fachmarktzentrum generiert 15 600 zusätzliche Kfz-Fahrten täglich. Es ist erforderlich, Kreuzungen und Straßen um- und auszubauen. Die Grünen setzen auf Unternehmen, die ohne Verkehrsinfarkt und hohe Vorinvestitionen auskommen.

Für Projekte wie Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, die Förderung von Vereinen und auch die Ortskernplanung stehen wenig oder gar kein Geld zur Verfügung, da es sinnvoll ist, die Kreditaufnahme auf das Notwendigste zu beschränken. Die Finanz-situation zeigt, wie wichtig es ist, nicht nur an Bestehendem festzuhalten, sondern aktiv am strukturellen Wandel mitzuarbeiten.