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Greve soll Fläche für kleine Firmen abgeben

Von Gudrun Gabriel-Schröder, Bündnis 90/Die Grünen-Fraktionsvorsitzende, in: Pinneberger Tageblatt vom 7. Januar 2011


Gudrun Gabriel-Schröder, Grünen-Fraktionschefin. vogel

Im Jahr 2011 stehen hauptsächlich Projekte im Vordergrund, die bereits im Vorjahr auf den Weg gebracht wurden.

Konkret handelt es sich um die Ortskerngestaltung des Rathausplatzes und der Gustavstraße. Dazu gab es bereits verschiedene Workshops, aus denen die Ideen der Bürger, Kindergärten, Schulen et cetera eingebracht wurden. Inzwischen sind konkrete Pläne entstanden. Wir arbeiten daran, den Halstenbekern in Kürze einen fuß- und radverkehrssicheren Rathausplatz zu schaffen, der mitsamt seiner Umgebung gern zum Einkaufen, Treffen und Verweilen einlädt.

Bezüglich der Kindergarten- und Schullandschaft sind wir froh, den Bau der Kita "Regenbogen", sowie Grund- und Gemeinschaftsschule glücklich auf den Weg gebracht zu haben. Diese Projekte ziehen einige Detailentscheidungen nach sich, aber die baulichen und konzeptionellen Rahmendaten sind gesetzt.

Nach zähen Verhandlungen ist die finanzielle Beteiligung des Kreises an den Baumaßnahmen des sanierungsbedürftigen Wolfgang-Borchert-Gymnasiums geklärt. Jetzt steht die wichtige Entscheidung an, ob der Altbestand saniert wird oder ein Neubau entstehen soll. Zunächst sind in dieser Angelegenheit die Baufachleute gefragt. Nach Erhalt der Empfehlungen werden wir, in Zusammenarbeit mit Lehrerschaft, Eltern und Schüler eine konkrete Entscheidung treffen.

Die Finanzierung dieser Projekte muss zum Teil durch die Wiederverwertung der jetzigen Schulareale erfolgen. In Bezug auf das Schule-Süd-Areal sprechen wir uns für großzügige Bebauung mit Einfamilienhäusern aus. Wir sehen darin die Vorteile, dass größere Gärten auch einmal wieder Platz bieten für größere Solitärbäume und naturbelassene Ecken. Dabei wird die Verkehrsbelastung gering gehalten. Anstelle der alten Grund- und Gemeinschaftsschulgebäude im Ort können wir uns ein kleines, familien-geführtes Hotel vorstellen. Wir sind jedoch auch offen für andere Vorschläge, die zurzeit von Fachleuten erarbeitet werden.

Die Einnahmen aus diesen Arealen decken die anstehenden Kosten nicht, so dass in 2011, trotz Entspannung der Wirtschaftslage und guten Einkommensteuereinnahmen, das Ringen um die Finanzen weitergeht. Was die Gewerbesteuereinnahmen angeht, setzen wir anstelle des verkehrsträchtigen Projektes der Firma Greve, auf verkehrsarme klein- und mittelständische Unternehmen, die eine solide Wirtschaftsbasis aufweisen. Wir hoffen, dass die Firma Greve zumindest Teile ihrer Grundstückfläche wieder abgibt, um anfragende Unternehmen, die wir gern in Halstenbek ansiedeln möchten, bedienen zu können. Manch bitteren Einschnitt in der finanziellen Förderung von Büchereien und Vereinen müssen wir, wenn auch sehr ungern, mittragen. Wir sind der Meinung, eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuersätze lässt sich nicht vermeiden, wenn wir in Halstenbek eine gute Infrastruktur erhalten möchten und die Kredit-aufnahme auf das Notwendigste beschränken wollen.

Ein positiver Wandel hat an vielen Stellen unseres Ortes begonnen. Die Halstenbeker Grünen sind zuversichtlich, dass diese Entwicklung, mit reger politischer Beteiligung der Bürger, in 2011 weitergeführt wird. Sie sind herzlich eingeladen, mit Ihren Ideen, Vorschlägen und ebenso mit Ihrer Kritik zu unseren Fraktionssitzungen zu kommen.