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Aufzug-Neubau: Es wird mega-laut

Pinneberger Tageblatt vom 18. Dezember 2009

Wo geht es zu den Bahngleisen? Seitdem am Montag, 14. Dezember, die Bauarbeiten für einen neuen Aufzug am S-Bahnhof Halstenbek auf Hochtouren laufen (wir berichteten), sind Pendler auf der Suche nach Orientierung. Der nördliche Haupteingang ist gesperrt. Bahnfahrer finden Zugang über den südlichen Eingang im Bereich Park & Ride-Platz sowie vom Hagenwisch aus.

Gestern schwörten Deutsche Bahn AG und Gemeinde die Anwohner auf Toleranz ein: "Wie die DB Station & Service AG als für den Aufzugeinbau am Halstenbeker S-Bahnhof verantwortliches Unternehmen über ihre ausführenden Bauunternehmen mitteilen lässt, müssen sich die Anwohner im Bahnhofs umfeld auf unruhige Zeiten einstellen." In der laufenden Woche und ab der ersten Woche des neuen Jahres werden umfangreiche Arbeiten am Bahnhof erfolgen - erhebliche Lärmbelästigungen auch zu Nachtzeiten und an Wochenenden seien unumgänglich. Der Grund: Bei den Abbruch- und Neubauarbeiten werden Gleisrammen eingesetzt, die einen Schallpegel bis zu 106 Dezibel erzeugen können. Zum Vergleich: Ab 85 Dezibel drohen langfristig Gehörschäden. Auf 100 Dezibel Lautstärke bringt es ein Presslufthammer in einem Meter Entfernung.

Die Begründung: Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit ist unumgänglich, weil der Eisenbahnbetrieb auch während der Bauzeit aufrecht erhalten werden soll. Rammarbeiten am Gleisbett können deswegen nur in den verkehrsarmen Zeiten mit größeren Zugpausen erfolgen. Beschwerden dürften aussichttslos sein: Die Arbeiten sind durch das Eisenbahn-Bundesamt für zulässig erklärt worden. Zitat: "Danach haben die Bauarbeiten Vorrang vor den schutzwürdigen Belangen der Anwohner in Bahnhofsnähe."

Die Arbeiten am S-Bahnhof Halstenbek sollen bis Ende Juni andauern, die starken Lärmbeeinträchtigungen werden aber nicht über die gesamte Bauzeit andauern. Trost: In der Weihnachtswoche sowie zwischen den Feiertagen sollen die Arbeiten ruhen.