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Kritik am Schlendrian der Bahn

Andrea Stange, in: Pinneberger Tageblatt vom 30. September 2010

Halstenbeks Kommunalpolitiker sind richtig sauer auf die Deutsche Bahn: Viel zu lange schon verzögern sich die Bauarbeiten am Haupteingang des Halstenbeker Bahnhofs. Während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung wagte SPD-Fraktionsvizechef Christoph Bittner den Schritt nach vorn und brachte einen Dringlichkeitsantrag ein. Tenor: Endlich Druck machen bei der Bahn, damit der jahrelang versprochene Lift schnellstens eingebaut wird.

Bittners Appell "Wir sollten keine weitere Zeit verschlafen" blieb nicht ungehört. Die Kommunalpolitiker setzten das Thema nicht nur kurzerhand auf die Tagesordnung, sondern nahmen die vorliegende Resolution einstimmig an.

Die Kommunalpolitiker fordern die sofortige Fertigstellung des Fahrstuhls am S-Bahnhof. Bittner völlig frustriert über Anrufe bei der Bahn: "Es fühlt sich dort niemand auskunftsberechtigt." Die bisherige Informationspolitik des Konzerns sei sehr unzulänglich und irreführend, heißt es in der Resolution. Die einzige schriftliche Mitteilung an Bahnkunden am stillgelegten Zugang laute "Aufgrund von Bauarbeiten im Zeitraum Dez. 2009 bis Juni 2010 bitten wir Sie, den am P+R-Parkplatz befindlichen Bahnsteig zu benutzten."

Für die Politiker ist dieses Verhalten untragbar: "Ältere, kranke, behinderte Menschen und Familien mit Kinderwagen erwarten seit vielen Jahren mit Recht den Einbau eines Lifts, der ihnen den Zugang zum Bahnhof ermöglicht. Diese Menschen noch länger warten zu lassen ist absolut inakzeptabel."

Beklagt wird außerdem, dass die Baustelle geschlossen ist und sich seit Wochen kein Arbeiter hat blicken lassen. Der Rat fordert die Bahn auf, ihre Hinhaltetaktik aufzugeben und zügig die Arbeiten wieder aufzunehmen und zu beenden sowie eine schlüssige Erklärung für den Schlendrian.