"Politiker empfehlen Grundsteuer- Anhebung"
Mit den Stimmen der Grünen und der SPD ist im Finanzausschuss beschlossen worden, die Hebesätze der Grundsteuer A von 300 auf 360 Prozent sowie der Grundsteuer B von 300 auf 380 Prozent zu erhöhen. Pinneberger Zeitung 17. Februar 2011
Es ist kein Geheimnis, dass zahlreiche Kommunen ihren Haushalt nicht mehr deckeln können und inzwischen total verschuldet sind. Eine Gemeinde beginnt rückwärts zu gehen, wenn sie aufhört, das eigene Hab' und Gut zu pflegen und Reparaturen zu vernachlässigen, anstatt immer neue unbezahlbare Visionen nachzugehen oder Begehrlichkeiten zu wecken. Das trifft auf Halstenbek zu!
Nun sollen wieder einmal die Bürger in Anspruch genommen werden. Der Finanzausschuss hat beschlossen erneut die Grundsteuer B anzuheben. Bereits im Jahre 2009 erfolgte eine Erhöhung um 15,39 Prozent. Jetzt ist eine Erhöhung um 26,47 Prozent vorgesehen, Beide zusammen ergeben seit 2008 eine Erhöhung um 46,16 Prozent. Es wird mit Sicherheit nicht die Letzte sein, wenn man bedenkt, dass die Kosten der sich im Bau befindlichen neuen Schule noch nicht berücksichtigt sind!
Wenn man berücksichtigt, dass sich diese Erhöhungen bis zum letzten Sozialhilfeempfänger auswirken, muss man sich fragen, wieso die Bürger sich noch nicht regen? Ist das Gleichgültigkeit oder Unkenntnis der Sachlage? Zustimmung kann es doch nicht sein.
Die Sitzung der Gemeindevertretung, in der am Montag, 28. Februar, dieser Haushalt 2011 endgültig beraten und dann beschlossen werden soll, gibt allen Bürgern die letzte Gelegenheit, den Politikern - besser gesagt Gemeindevertretern - die sogenannte "rote Karte" zu zeigen! Ein Grund mehr, diese Sitzung nicht zu versäumen!
Also: Termin vormerken und hin zur Sitzung!
Alwin Knabe, Halstenbek

