Armutszeugnis
„Investitionsstopp und höhere Steuern in Halstenbek?", Bericht im Pinneberger Tageblatt vom 10. März 2011.
Den im Betreff genannten Bericht haben wir mit großem Interesse gelesen und nun können wir nur noch hoffen, daß sehr viele mündige Bürger Halstenbeks ebenfalls diesen Bericht studiert haben und dadurch wachgerüttelt worden sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemeindepolitikern beispielsweise in Rellingen, können die Politiker in Halstenbek nämlich mit den Finanzen leider wohl nicht sehr gut umgehen.
Das ewige riesengroße Haushaltsloch bereitete den Politikern in Halstenbek daher immer schon ein schmerzhaftes Kopfzerbrechen. Halstenbek ist sehr bekannt für wahnsinnige Visionen und bauliche Fantasiewünsche sowie unerreichbare Begehrlichkeiten - unter anderem eine utopische Sporthalle - und vieles mehr, was einfach nicht finanzierbar war. Wenn sich die Halstenbeker Politiker finanziell übernommen und verkehrt investiert hatten, dann gab und gibt es Finanznöte. In der freien Wirtschaft würde man so einen Betrieb für insolvent erklären. Die Politiker aber haben dann bei diesen Fehlspekulationen immer noch einen Ausweg: Steuererhöhungen vom kleinen Bürger. Der Bürger muss bluten und immer wieder alles geben, was er so hat. Der Bürger kann nicht protestieren: Es muss nur pünktlich und viele Steuern zahlen!
Für den Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule hatte man nicht die ausreichenden Mittel gefunden, aber man ging jedes finanzielles Risiko mit Volldampf an. Bezahlen muss es doch der Bürger mit seinen Steuererhöhungen. Das Haushaltsloch in Halstenbek wurde riesig und wird uns wohl noch die kommenden 22 Jahre finanziell belasten.
Aus Sicht der lokalen Politiker ist doch alles kein Problem: Man wird die Steuern erneut erhöhen, um alle Löcher im Haushalt erneut zu stopfen.
Wozu hat man Finanzausschüsse, mit Leuten, die rechnen können sollten? Warum wird immer wieder der Steuerzahler für die Fehler der Politiker allein zur Kasse gebeten, um die gravierenden finanziellen Missstände und selbst verschuldeten tiefen Haushaltslöcher auszugleichen und zu kompensieren?
Das ist ein wahres Armutszeugnis der Halstenbeker Lokalpolitiker. Sie nennen dann diese Maßnahmen sehr lapidar und einfach: ‚Wir müssen denn einmal wieder sehr unpopuläre Entscheidungen treffen, um unsere Einnahmesituation zu verbessern. Es gibt leider hierfür keine Alternativen, um eine deutliche Verbesserung der Haushaltslage bewerkstelligen zu können.
Ist diese Aussage nicht traurig und eine unwahrscheinliche Schwäche sowie irgendwie auch eine Blöße? Warum protestieren denn nicht alle Bürger Halstenbeks hier dagegen? Wir haben doch die Politiker gewählt, damit sie gute und faire Politik machen und nicht nur, um von uns ständig höhere Steuern abzufordern!
Alwin Knabe
Eggen Lüthje
Halstenbeker Steuerzahler

