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„Die Idee wurde immer verworfen“

Von Elisabeth Meyer, in: Pinneberger Tageblatt vom 16. April 2004

Endlos lange Fahrzeugreihen, die sich im Schritttempo durch die Gärtnerstraße schieben, Verkehrschaos an der Autobahnabfahrt Halstenbek/Krupunder und auf deren Zubringern - wird das alles dank eines neuen Gewerbegebiets bald Vergangenheit sein? Wenn die Vision von SB-Philip-Geschäftsführer Thomas Schulenburg, der den Ausbau des Gebiets vorantreiben will (wir berichteten), Wirklichkeit wird, könnte sich das Verkehrsproblem bald in Wohlgefallen auflösen.

Das Verkehrskonzept, das unter Leitung von Dr. Rolf Hüttmann, Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft Masuch & Olbrisch, erarbeitet wurde, sieht vor, die Gärtnerstraße zwischen Media-Markt und Telekom zur zweispurigen Einbahnstraße auszubauen. „Die Staus vor dem Media-Markt wären damit erledigt“, so Schulenburg. Der Gewerbering soll über den Immelsweg bis an die Gärtnerstraße führen, der Seemoorweg zwischen „Adler“ und „SB-Philip“ zweispurig mit Geh- und Radweg ausgebaut werden. Hierüber soll der Verkehr, vom Gewerbering sowie von der Lübzer Straße kommend, direkt auf die Autobahn nach Hamburg geleitet werden. Schließlich sollen die Ampelschaltungen an den Kreuzungen Gärtnerstraße/Seemoorweg und Lübzer Straße/Altonaer Chaussee den Bedürfnissen angepasst werden, um größere Rückstaus zu verhindern.

Bereits vor sieben Jahren quälten sich durchschnittlich 9700 Fahrzeuge pro Tag in beiden Richtungen die Wohnmeile entlang, so Halstenbeks Bauamtsleiter Holger Lange. „Als Basis für die weitere Planung muss neu gezählt und vor allem das Fahrzeugaufkommen während der Spitzenzeiten ermittelt werden“, sagte er. Auch müsse berücksichtigt werden, wieviel zusätzlichen Verkehr das Gewerbegebiet voraussichtlich anziehen wird. „Dann müssen wir sehen, wie leistungsfähig die angrenzenden Straßen sind und dies gegebenenfalls anpassen.“

Die Idee, die Gärtnerstraße zur Einbahnstraße umzufunktionieren, sei nicht neu, sagte Lange. „Sie wurde nur immer wieder verworfen, weil sich niemand fand, der den Gewerbering ausgebaut hätte.“