Schröder kämpft für Wohnmeilen-Pläne
Pinneberger Zeitung vom 30. April 2004
Am Montag, 3. Mai, geht die Erweiterung der Halstenbeker Wohnmeile auf gemeindlicher Ebene auf die Zielgerade. Dann wollen die Christdemokraten während einer Fraktionssitzung versuchen, in der Beurteilung des 100-Millionen-Projekts auf einen Nenner zu kommen. Ohne die CDU wäre ein Durchbruch in der Planung mit Fachmarktzentrum und Verbrauchermarkt (11 200 Quadratmeter Verkaufsfläche), Möbelcenter (19 000 qm) sowie Büroetagen (30 000 qm) und einer Senioren-Residenz nicht möglich.
Halstenbeks SPD steht in Sachen Wohnmeile treu zum Pinneberger Landtagsabgeordneten Bernd Schröder, der einer der eifrigsten Befürworter des Projekts ist. Nachdem Schröders Ortsvereinschef Herbert Hoffmann auf Gegenkurs gegangen war, weil er um den Bestand des Pinneberger Einzelhandels bangt, reagierte Schröder nun per Presseerklärung: Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagfraktion erwartet, dass die ganze Region von der Wohnmeilen-Erweiterung profitiert. Doch müssten der Plan noch diskutiert und die Belange des Halstenbeker Ortskerns und der umliegenden Kommunen berücksichtigt werden. Chancen sieht Schröder bei der Realisierung für Handwerk und Arbeitsplätze. Die Halstenbeker Ortskernsanierung müsse mit Nachdruck voran getrieben werden. In diesem Sinne will Schröder weitere Gespräche mit Innenminister Klaus Buß führen. Dessen Landesplanungsabteilung hat über das Projekt zu entscheiden. Schröder befürchtet. dass bei Ablehnung der Investor nach Hamburg abwandert.

