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Initiative wehrt sich gegen Wohnmeilen-Coup

Pinneberger Zeitung vom 25. Mai 2004

Heute Abend sollen im Bauausschuss die Weichen für die Erweiterung der Halstenbeker Wohnmeile gestellt werden. Um das von CDU, SPD und FDP befürwortete 100-Millionen-Euro-Investitionsvorhaben realisieren zu können, muss der Bebauungsplan-Entwurf für das Erweiterungsgebiet neu gefasst werden. Doch inzwischen formiert sich der Widerstand gegen das Projekt, in dessen Mittelpunkt ein Fachmarktzentrum stehen soll. Die Gegner des Projekts haben die "Bürgerinitiative (BI) für den Erhalt der Halstenbeker Ortskerne" gegründet.

Die Initiatorinnen Helen Jones-Kerby und Gudrun Gabriel-Schröder rufen die Halstenbeker Bürger dazu auf, während der Bauausschusssitzung heute die verantwortlichen Politiker mit Meinungsäußerungen und Fragen zu konfrontieren. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 19 Uhr mit der Einwohnerfragestunde.

Die Mitglieder der neuen Bürgerinitiative fordern von den Politikern, die Risiken des umstrittenen und von den Grünen abgelehnten Vorhabens zu berücksichtigen. In einem Flugblatt, das in Halstenbek verteilt wurde, warnt die Initiative vor der Existenzbedrohung für fast alle Einzelhändler in der Baumschulgemeinde. Mit einem großflächigen Verbrauchermarkt, den kein Bürger benötige, werde die Verödung der Ortskerne Halstenbeks und Krupunders programmiert.

Die Gegner der Erweiterungspläne befürchten darüber hinaus eine drastische Verschlechterung der Wohnqualität, den Zusammenbruch der Nahversorgung in den Ortskernen sowie zusätzliche Verkehrsbelastungen auf zahlreichen Halstenbeker Straßen, falls das Fachmarktzentrum wie angekündigt auf einer Fläche von 11 000 Quadratmetern errichtet werden sollte.