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Einmischen: Das will die Landesregierung

Gewerbegebiet: BI wehrt sich gegen Egge-Attacke / Fronzek-Präsenz vor Ort legitim

Pinneberger Tageblatt vom 18. September 2004

Die Schelte von Halstenbeks Bürgermeister Bruno Egge gegen seine Amtskollegin Dr. Brigitte Fronzek (SPD) aus Elmshorn bleibt nicht ohne Echo. Wie berichtet, nahm Egge kein Blatt vor den Mund, um seiner Empörung über Fronzeks Attacken gegen die mögliche Mega-Erweiterung in der Wohnmeile Luft zu machen. Auslöser war das Er-scheinen der Verwaltungschefin während einer öffentlichen Info-Veranstaltung der Bürgerini-tiative (BI) für den Erhalt der Halstenbeker Ortskerne. Er selbst, so Egge in seinem öffentlichen Brief, sei nicht zu dem Treffen am Donnerstag, 9. September, in die Grundschule Bickbargen eingeladen worden.

BI-Sprecherin Helen Jones-Kerby versuchte gestern, die Konfrontation ins rechte Licht zu rücken. Die BI habe zuerst die Verwaltung gefragt, ob Bereitschaft bestehe, den Runden Tisch zu leiten. Dies, so Jones-Kerby, sei mit der Begründung abgelehnt worden, neutral bleiben zu wollen. Dass sich Fronzek in die Diskussion „einmische“, sei einzig und allein ei-ne Reaktion auf die Aufforderung der Landesregierung, die Kommunen Rellingen, Pinneberg und Elmshorn bezüglich der Auswirkungen dieses Großprojekts in die Diskussion mit einzubeziehen.

Weil Halstenbeks CDU, SPD und FDP die Idee eines Runden Tischs als „lächerlich abgetan“ hätten, so Jones-Kerby weiter, habe die BI die Organisation selbst übernommen. Die Parteien seien auf Grund der ablehnenden Haltung deshalb nicht eingeladen worden.