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Angst vor neuem Einkaufszentrum

Familie Greve investiert in Erweiterung der Wohnmeile

Simone Pauls in: Hamburger Morgenpost vom 1. Oktober 2004

Mit seinen Objekten wie dem Anbau der Musikhochschule an der Milchstraße sorgt Investor Helmut Greve für Diskussionen. Kritiker werfen ihm vor, hässliche Gebäude zu bauen (MOPO berichtete). Ein weiteres Projekt der Familie Greve sorgt jetzt bei Hamburgs Einzelhändlern für Unmut. Die Wohnmeile Halstenbek (Kreis Pinneberg) soll für 100 Millionen Euro erweitert werden. Auf der 100000-Quadratmeter-Fläche ist ein Einkaufszentrum geplant - das liegt den Nachbarn quer im Magen.

Seit zwei Jahren klagt der Einzelhandel über sinkende Umsätze, auch 2004 wird es keine Trendwende geben. Der Hamburger Einzelhandelsverband sieht die drohende Konkurrenz vor den Toren der Stadt kritisch. "So ein Vorhaben in der Peripherie zieht Kaufkraft aus der Stadt, schwächt die Stadtteilzentren. Dadurch wird ein Verdrängungswettbewerb forciert, durch den noch mehr Geschäfte sterben könnten", so Verbandssprecher Ulf Kalkmann.

Auch im Eidelstedt Center steht man dem Projekt im nahen Halstenbek mit gemischten Gefühlen gegenüber. "Jeder zusätzliche Bewerber verschärft die Lage. Bei uns kaufen zwar viele Eidelstedter ein. Es könnte aber passieren, dass wir Kunden aus Randgebieten verlieren", sagt Center-Manager Marcus Czerwionka.

Außer dem Einkaufszentrum (14500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche) sind Bürogebäude, ein Möbelhaus, eine Seniorenresidenz und ein Schnellrestaurant geplant. In der Wohnmeile ist das Bauvorhaben positiv aufgenommen worden. Bis zur Umsetzung wird es allerdings noch Jahre dauern. Der Antrag der Investoren wurde im April eingereicht, befindet sich derzeit in der landesplanerischen Abstimmung.