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Investiert Greve auch in Pinneberg Millionen?

Vermittlung: CDU-Landtagskandidat brachte Kaufleute aus Halstenbek und der Kreisstadt an einen Tisch.

Marion Girke in: Pinneberger Zeitung vom 5. Februar 2005

Der Hamburger Investorengruppe Greve ist die Zustimmung der Stadt Pinneberg zu einem 100-Millionen-Projekt direkt neben der Wohnmeile in Halstenbek einiges wert. Das Unternehmen prüft nach Angaben eines ihrer Handlungsbevollmächtigten, ob sich Greve auch in der Kreisstadt engagieren könnte. Ein mögliches Projekt ist die von Kaufleuten und Politik gewünschte Verlängerung der Rathauspassage bis zu Kunstmann.

Greve hätte guten Grund, sich in Pinneberg beliebt zu machen, weil er in Halstenbek auf die Unterstützung der Kreisstadt angewiesen sein könnte. Zu seinem geplanten Projekt an der Wohnmeile gehören eine Seniorenresidenz, Büros, ein Möbelhaus und ein Fachmarktzentrum, für das als Betreiber die Firma Famila vorgesehen ist.

Das Fachmarktzentrum wurde zunächst mit einer Verkaufsfläche von mehr als 11 000 Quadratmetern geplant und ist mittlerweile mit Rücksicht unter anderem auf restriktive Vorgaben der Landesplanung auf gut 6000 Quadratmeter abgespeckt worden. Diese Größe, die etwa dem Famila-Markt im Pinneberger Rosenfeld entspricht, läßt sich nur realisieren, wenn Pinneberg dem Halstenbeker Projekt den Segen erteilt.

Eine wichtige Vermittlungsfunktion zwischen Investor und Wohnmeile einerseits und den Pinneberger Kaufleuten andererseits hat der Halstenbeker CDU-Landtagskandidat Hendrik Neels erfüllt. Er brachte beide Gruppen in der vergangenen Woche an einen Tisch. Nach Angaben von Ben Pape, dem Vorsitzenden der Wirtschaftsgemeinschaft, werden die Mitglieder demnächst über ihr Votum abstimmen, was dann Grundlage der städtischen Stellungnahme sein könnte.

Mit den Worten "Wie bekomme ich es hin, daß beide Beteiligten zufrieden sind, ohne daß hier oder da Strukturen kaputt gemacht werden", beschrieb Neels den eigenen Auftrag. Das 100-Millionen-Euro-Projekt möchte er nicht sterben und die Pinneberger Kaufleute nicht leiden sehen. Die Idee, daß Greve auch in Pinneberg im Sinne der Kaufleute investiert und somit einen gewissen Kaufkraftverlust ausgleicht, beurteilt er sehr positiv.

"Am Anfang wollten beide Gruppen nicht miteinander reden und beharrten auf ihren Positionen. Jetzt könnte sich eine Situation ergeben, bei der alle Beteiligten Sieger sind, weil etwas erreicht wird, was für alle Beteiligten vorteilhaft ist", freute sich Neels. Da er als Landtagskandidat Halstenbeker und Pinneberger Interessen vertreten sollte, ist die Verständigung in dieser Region über Ortsgrenzen hinweg für ihn ein wichtiger Fortschritt.

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