Seitenanfang

Aktiver Navigationseintrag - hier Startseite

Sprungmarken


Hauptnavigation






Hauptinhaltsbereich

Greve soll die zweite Passage bauen

Andreas Daebeler in: Pinneberger Tageblatt vom 18. Februar 2005


Blick vom Dach des Modehauses Kunstmann: Das als Parkplatz genutzte Grundstück der VR Bank spielt eine Schlüsselrolle bei den Diskussionen um die Innenstadt-Gestaltung. Bürgermeister Horst-Werner Nitt verhandelt bereits.

Jetzt ist es kein Gerücht mehr: Pinneberg verhandelt mit der Hamburger Investoren-Gruppe Greve. Die Unternehmer aus der Hansestadt könnten dem bisherigen „Leib-und-Magen-Investor“ der Kreisstadt, der Albrecht Vermögensverwaltung (AVW), zuvorkommen. Das Ziel: Eine zweite Passage in der City soll her. Die könnte sich von der Bismarckstraße bis zur Elmshorner Straße erstrecken. An den Verhandlungen ist laut Nitt auch „der Vorstand der VR Bank beteiligt“, dessen Grundstück eine zentrale Rolle für das Vorhaben spielt.

Die Verhandlungen sollten geheim bleiben. Nitt: „Wir wollten das zarte Pflänzchen nicht kaputt machen.“ Doch da machte CDU-Landtagskandidat Hendrik Neels den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Der ließ im Vorfeld der Landtagswahl durchblicken, dass es Gespräche zwischen Greve, der in Halstenbek ein 100-Millionen-Projekt plant, und Vertretern der Kreisstadt gebe. Er, so Neels, habe die beiden Seiten erst kürzlich wieder an einen Tisch gebracht. Laut Nitt haben die Gespräche der Stadt mit Greve „schon im Januar begonnen“.

Vor allem die Geschäftsleute an der Unteren Dingstätte warten seit Jahren darauf, dass sich in Pinnebergs City endlich etwas tut. Kunstmann, Worm & Co. sind seit Fertigstellung der von Albrecht erbauten Rathauspassage nicht mehr optimal angebunden. Noch beim Neujahrsempfang der VR Bank, war eine „große Lösung“, die Passage und Wohnungen sowie den Neubau des Bankgebäudes einschließt, jedoch in Abrede gestellt worden. Doch das war, bevor Greve auf den Plan trat.

Nach Informationen unserer Zeitung werden Pläne diskutiert, die nicht groß von dem bereits vor Jahren der Öffentlichkeit präsentierten Albrecht-Vorhaben abweichen. Eine Passage mit Einkaufsmöglichkeiten, Büros und Wohnraum würde das Projekt einschließen. Auch Senioreneinrichtungen seien denkbar: „Die Greve-Gruppe ist sehr erfahren, die bauen fast alles“, so Nitt, der nicht glaubt, dass die AVW aktuell noch großes Interesse an dem ehrgeizigen City-Projekt hat. Zwar gebe es zweifellos „noch Hürden zu überwinden, wir sind jedoch auf einem guten Weg“, gibt sich der Rathauschef optimistisch. Er erhofft sich „einen entscheidenden Impuls für Pinnebergs Innenstadt“.

Ein weiteres Gerücht, das in der Kreisstadt für Diskussionen sorgt, kann Nitt hingegen ausräumen: Eine Bebauung der „heiligen Kuh“ Marktplatz werde es nicht geben. „Da ist nichts dran“, so der Bürgermeister. Auch Spekulationen, dass die Greve-Gruppe sich mit der Investition in der City eine Zustimmung Pinnebergs zum Mega-Projekt in Halstenbek „erkaufen“ könnte, erteilt der Verwaltungschef eine klare Absage: „Da gibt es keinen Deal. Über Halstenbek wurde bislang nicht ein Wort gesprochen.“

Wie sich die Stadt zur Wohnmeilen-Erweiterung verhalte, bleibe den politischen Gremien überlassen, die bislang nicht darüber befunden hätten.

Zum Seitenanfang