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Greve-Projekt: Sie wollen klagen

Protest gegen Einkaufszentrum inklusive Verbrauchermarkt, Möbelmarkt, Bürogebäude und eine McDonald's-Filiale.

Claudia Eicke-Diekmann in: Pinneberger Zeitung vom 23. Mai 2007

Halstenbek wehrt sich. Die "Bürgerinitiative für den Erhalt der Halstenbeker Ortskerne" hat jetzt einen Anwalt eingeschaltet. "Wir lassen prüfen, welche Möglichkeiten wir haben, gegen das geplante ,Greve-Projekt' zu klagen", so BI-Vorsitzende Gudrun Gabriel-Schröder. Die BI-Mitglieder befürchten, dass der Halstenbeker sowie der Krupunder Ortskern durch das geplante Gewerbegebiet komplett veröden. Ziel der Initiative ist es, das millonenschwere Bauvorhaben in der geplanten Form zu verhindern, "weil es eine rein politische Entscheidung war und nicht der Wille der Bürger", so Gabriel-Schröder. Stattdessen fordert die Bürgerintitative eine moderate Entwicklung des Gewerbes. "Wir wünschen uns ein Mischgebiet mit kleinen Unternehmen nahe des Eidelstedter Weges und größeren Projekten nahe der Wohnmeile.

Das Kieler Innenministerium hatte im März dieses Jahres dem Antrag der Gemeinde Halstenbek entsprochen, ein Zielabweichungsverfahren zu genehmigen. Investor Helmut Greve bekam damit grünes Licht, auf dem Gewerbeerweiterungsgebiet auf der Halstenbeker Seite der Autobahn seine Bauvorhaben zu realisieren. Vorgesehen sind unter anderem ein Einkaufszentrum inklusive Verbrauchermarkt, ein Möbelmarkt, ein Bürogebäude, eine Senioren-Residenz und eine McDonald's -Filiale.

Die Bürgerintitative hatte schon Anfang 2005 mehr als 1400 Unterschriften von Halstenbekern gegen das "Greve-Projekt" gesammelt. "Es gab keine öffentliche Anhörung im Vorfeld der Planungen", so Gabriel-Schröder. Zudem befürchten die Kritiker, dass das von der Firma Greve erstellte Verkehrsgutachten, das 7000 Pkw-Fahrten täglich berechnet hat, unrealistisch ist. Sie befürchten sehr viel mehr Autoverkehr auf der A 23 und den Zufahrtsstraßen.

Unterstützung bekommen die Halstenbeker Greve-Kritiker von der Bürgerinitiative zur "Erhaltung des Naherholungsgebietes Krupunder". Der Verein bemängelt ebenfalls die Verkehrsplanung im Zuge des "Greve-Projekts" und fordert eine nachträgliche Verbesserung der Vorgaben.

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