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"Schröder fehlt es an Sachlichkeit"

Die Interessen stoßen heftig aufeinander. Während Bernd Schröder (SPD) sich für den Ausbau der Wohnmeile engagiert, fährt die "Bürgerinitiative zum Erhalt der Halstenbeker Ortskerne" verbale Geschütze auf.

Dietmar Vogel in: Pinneberger Tageblatt vom 9. Juni 2007


Geschenk für den Hamburger Investor: Landrat Dr. Wolfgang Grimme (42, rechts) heißt Professor Dr. Helmut Greve (84) am 5. April in Halstenbek willkommen. Die BI zeigt sich weniger spendabel und übt Kritik an dem Ausbau der Fläche südlich der Gärtnerstraße. Foto: Vogel

Die "Wohnmeile zukunftsfähig gestalten" - die Schlagzeile in unserer Zeitung am 2. Juni stößt den Mitgliedern der "Bürgerinitiative (BI) für den Erhalt der Halstenbeker Ortskerne" mächtig auf. Gudrun Gabriel-Schröder, Sprecherin der BI, lässt kein gutes Haar an der Initiative von Bernd Schröder, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion in Kiel, sich für die Realisierung des Wohnmeilen-Ausbaus der Greve-Gruppe zu engagieren.

Zwar würde es die BI "freuen, dass Herr Schröder sich diplomatisch zeigt, indem er seine Gesprächsbereitschaft signalisiert." Aber: "Dieses hätten wir uns zu einem früheren Zeitpunkt gewünscht, zum Beispiel als Antwort auf unser Schreiben vom 23. August 2004 an Herrn Schröder, auf das er leider nicht reagiert hat." Gabriel-Schröder geht noch einen Schritt weiter. Als empörend empfinden sie und ihre Mitstreiter die "Forderung des Herrn Schröder nach mehr Sachlichkeit von Seiten der BI, fehlt es ihm doch an derselbigen." Im Wortlaut heißt es in einer Stellungnahme, die dem Tageblatt vorliegt: "Wenn er große Auftragsvolumen und 1000 neue Jobs garantiert, handelt es sich um Spekulationen. In den Analysen der Firma Greve findet man keine Angaben darüber, ob überhaupt neuer Umsatz in dem Einkaufszentrum generiert wird. Auf die gute Vermietbarkeit der Halstenbeker Büroflächen kann man allenfalls hoffen."

BI-Mitglied Gabriel-Schröder fehlt "auch jedes Verständnis dafür, wieso die SPD sich so vehement für ein Projekt einsetzt, das sie vor der letzten Kommunalwahl genauso vehement bekämpft hätte." Sie bezieht sich auf das Kommunalwahlprogramm 2003 der Genossen und zitiert: "Die SPD argumentiert, dass der Bedarf an Gewerbeflächen in Halstenbek von der CDU/FDP maßlos überschätzt wird."

Weiter heißt es in dem BI-Schreiben, dass die SPD behauptet habe, dass ohne Rücksicht auf Flächennutzungs- und Landschaftspläne sowie die Verschärfung nicht lösbarer Verkehrsprobleme, eine Gewerbegebietsausweitung vorangetrieben werde. "Der Einzelhandel in der Gemeinde würde geschädigt - das Gewerbegebiet wäre verhängnisvoll für das Wohnen in der Gemeinde", hätte die SPD zu bedenken gegeben.

Ob die Bürgerinitiative das Angebot von Schröder annimmt, mit ihm an einem Tisch von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren, muss vorerst offen bleiben.

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