Greve-Projekt: Gutachter bestimmt
Der Investor für die Erweiterung der Wohnmeile hatte der Gemeinde vier Verkehrsgutachter für die neue Wegführung der überlasteten Gärtnerstraße vorgetragen. Im nicht öffentlichen Teil einigten sich die Politiker auf ein Hamburger Team.
Dietmar Vogel in: Pinneberger Tageblatt vom 5. Juli 2007
Der Ausschuss für Bau-, Planungs- und Verkehrswesen unter der Leitung von Christdemokrat Günter Steffen hat ein riesiges Arbeitspensum vor sich. Entsprechend bewies der Vorsitzender Fingerspitzengefühl dafür, den zahlreichen Redebeiträgen am Dienstag freien Lauf zu lassen.
Am Beispiel der Diskussion über die Neugestaltung der Gustavstraße zeigte sich die Taktik von Steffen, den Fraktionen Freiraum für die Formulierung der Gedanken zu geben, als richtig. Er wollte dass sich die Ausschussmitglieder mal wieder richtig "austoben konnten". Der Redebedarf darüber, wie der Umbau der Gustavstraße im Ortskern, die Gestaltung des Rathausvorplatzes im Kontext mit dem Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule gestalterisch umzusetzen ist, sei schließlich groß, so Steffen.
Die Bilanz des Abends: Diskutiert wurde viel, Beschlüsse wurden keine gefasst. Der "Rahmenplan Ortskern" wurde zur Nachbesserung in die Fraktionen verwiesen.
Im nicht öffentlichen Teil wurden dagegen Zeichen gesetzt. Die Planung der Erweiterung des Gewerbegebiets rund um die Wohnmeile (Greve-Projekt) zwischen Gärtnerstraße, Seemoorweg, Lübzer Straße und Eidelstedter Weg wurde vorangetrieben. Wie unsere Zeitung aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, konnten sich die Politiker auf einen Hamburger Gutachter, dessen Name noch nicht genannt wurde, einigen. Aufgabe des Büros wird es sein, das Konzept für die kontrovers diskutierte neue Verkehrsführung, im Bereich Gärtnerstraße/Seemoorweg zu erarbeiten. Zum Verständnis: Die AlsterCity Verwaltungsgesellschaft hatte dem Gremium in Halstenbek vier Empfehlungen ausgesprochen, zwei kamen in die engere Wahl. Jetzt ist die Greve-Gruppe wieder am Zug.

