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Wohnmeile: Schluss mit Verkehrschaos

Der Knotenpunkt Gärtnerstraße sowie die Zufahrten zur A 23 stehen täglich nahezu vor dem Kollaps. Die geplante Erweiterung der Wohnmeile durch den Investor Greve aus Hamburg sorgt jetzt für Bewegung: Die Optimierung der Verkehrsführung steht bevor.

Dietmar Vogel , in: Pinneberger Tageblatt vom 30. April 2009


Im Bereich der Wohnmeile sollen die Knoten-punkte umgebaut werden. Fotos: Vogel (3)

Während der Sitzungen des Wirtschaftsausschusses des Kreises sowie des Bauausschusses in Halstenbek am Dienstagabend sorgte eine Mitteilung für Gesprächsstoff: Der Kreis will federführend den Komplettausbau des Knotenpunktes Gärtnerstraße/Lübzer Straße/Kellerstraße/Altonaer Straße sowie die Anpassung der Zufahrten zur Autobahn 23 koordinieren. Errechnete Kosten: etwa 2,1 Millionen Euro. Bauzeit: vier bis fünf Monate.


Michael Zisack, Chef des Fachdienstes Straßenbau- und Verkehrssicherheit für den Kreis Pinneberg, und . . .

. . . Halstenbeks Bauamtsleiter Holger Lange arbeiten eng bei der Umsetzung des Projekts zusammen.

Michael Zisack, Chef des Fachdienstes Straßenbau- und Verkehrssicherheit für den Kreis Pinneberg, ist dieses Nadelöhr schon lange ein Dorn im Auge. Der Experte sieht die Situation vor Ort als "kritisch" an: "Sowohl der Straßenraum als auch die Signaltechnik sind an ihrer Leistungsgrenze angelangt. In Spitzenzeiten beziehungsweise an besonderen Aktionstagen in der Wohnmeile entstehen immer wieder Stausituationen; die Verkehrsabwicklung ist insgesamt unbefriedigend." Entsprechend zahlreich seien die Unfälle. "Leistungsreserven stehen nicht mehr zur Verfügung."

Fakt ist: Die Altonaer Straße (K 17) sowie die Kellerstraße (K 5) sind Kreisstraßen und stehen somit in der Baulastträgerschaft des Kreises Pinneberg. Fakt ist auch, dass Halstenbek und der Hamburger Investor Greve die Aufstellung der B-Pläne 62 und 66 südlich der Gärtnerstraße und westlich des Seemoorwegs verfolgen. Geplant sind ein Möbelhaus, eine Seniorenresidenz sowie ein Verbrauchermarkt. Ein Verkehrsgutachten hat errechnet, dass mit zusätzlich 15 600 Autos pro Tag in diesem Bereich zu rechnen ist.

Das bedeutet: Handlungsbedarf. So sieht es auch Holger Lange, Chef des Bauamtes in der Baumschulgemeinde. Ein ganz großer Schritt in Richtung Realisierung des Greveprojekts sei getan, die neuen Varianten müssten aber jetzt noch von den Bauausschuss-Mitgliedern beraten werden.

Fest steht: Die Diskussion über eine neue Verkehrsausrichtung - Beispiel Einbahnstraßen-Regelung - ist vom Tisch. Dazu Lange: "Die Verkehrsführung wird sich nicht ändern. Im Kern geht es um die Komforterhöhung, in dem an den Knotenpunkten beispielsweise neue


Im Greve-Modell sind das Möbelhaus (von links), die Senioren-residenz sowie der Verbrauchermarkt zu erkennen. Foto: pr

Abbiegespuren eingerichtet werden sollen."

Mit Kollege Zisack arbeitet Lange eng zusammen. Ein Signal geht in Richtung Kreisstadt: Ziel in Halstenbek ist es, das B-Plan-Verfahren noch in 2009 auf den Weg zu bringen.