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Rellingen fordert einen Kreisverkehr

Dietmar Vogel, in: Pinneberger Tageblatt vom 27. November 2009


Setzt sich für die Belange von Rellingen ein: Bauamtsleiter Uwe Goldt. Vogel

In das etwa 100 Millionen Euro teure Bauprojekt des Investors Greve südlich der Halstenbeker Wohnmeile kommt Bewegung. Im wahrsten Sinne des Wortes: Der Realisierung steht vorab ein gigantischer Eingriff zur Verbesserung des Verkehrsflusses im Bereich Gärtnerstraße/Altonaer- sowie Kellerstraße bevor. Für die notwendige Maßnahme - täglich sollen laut Gutachten etwa 15 000 Fahrzeuge mehr den Bereich passieren - gab der Kreis-Verkehrsausschuss jetzt grünes Licht (wir berichteten). Doch der Nachbar Rellingen beobachtet die Entwicklung mit Skepsis.

Der Grund: Politik und Verwaltung der Baumschulgemeinde östlich der A 23 befürchten, dass die Strategie laut Michael Ziesack, Chef der Straßenverkehrsbehörde des Kreises, zunächst

  • die konkreten Kosten von bisher bezifferten 2,1 Millionen Euro zu ermitteln
  • sowie die Projektplanung fortzuführen und abzuwarten, wie sich das Greve-Bauprojekt künftig entwickelt, für Rellingen Nachteile birgt.

Konkret heißt das aus Sicht von Rellingens Bauamtschef Uwe Goldt: Um perspektivisch die Blechlawine aus dem Autobahn-Umfeld, beispielsweise durch einen Unfall, auffangen zu können, sei der Bau eines förderungswürdigen Kreisels im Bereich Hermann-Löns-Weg/Kellerstraße nötig. Goldt: "Wir wünschen uns eine Projektplanung aus einem Guss. Auch weil vor Ort die Infrastruktur laut Flächennutzungsplan von uns weiterentwickelt wird. Im Nachhinein würde sich eine Nachbesserung im Bereich Verkehrsführung erneut um Jahre verzögern."