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Greve: Verkehr für Kiel kein Problem

Dietmar Vogel, in: Pinneberger Tageblatt vom 23. Dezember 2009

Gudrun Gabriel-Schröder und Helen Jones-Kerby, Mitglieder der "Bürgerinitiative (BI) für den Erhalt der Halstenbeker Ortskerne", sorgen sich: Wird der zusätzliche Verkehr durch die Erweiterung der südlichen Wohnmeile - das sogenannte Greve-Projekt - die Gemeinde erdrücken? Nein, sagt das Innenministerium in Kiel.

Die Fakten: Eine zweite Verkehrsanalyse der Firma ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung ermittelte, dass täglich zusätzlich etwa 15 600 Autos durch das Bebaungsplangebiet 62 und 66 zu erwarten sind - das Doppelte gegenüber dem ersten Verkehrsgutachten vom 7. November 2005 durch das Büro Masuch + Obrisch.

Gabriel-Schröder und Jones-Kerby lässt das Ergebnis keine Ruhe. Eine Anfrage bei der Abteilung IV 5, Landesplanung und Vermessungswesen im Innenministerium, sollte klären, ob der positive Bescheid für das Zielabweichungsverfahren - die Reduktion der Bruttogeschossfläche - trotz der Verkehrszunahme gültig bleibt.

Stefan Kosinsky vom Innenministerium versucht, Sorgen und Ängsten keine Basis zu geben. "Das Ergebnis des Zielabweichungsverfahrens wurde nicht von einem bestimmten Verkehrsaufkommen abhängig gemacht. Die zu erwartenden Probleme werden fachlich fundiert und nachvollziehbar bewertet und als lösbar eingestuft." Das ARGUS-Gutachten habe gezeigt, so die Landesplanung, dass durch die Umsetzung der ARGUS-Vorschläge - besonders im Bereich der Verkehrsknotenpunkte durch Ampelanlagen und Abbiegespuren - "die problematische Verkehrssituation im Bereich der Wohnmeile Halstenbek entschärft werde. "Das für Halstenbek und die Region bedeutende Investitionsvorhaben kann verwirklicht werden."