Grüne bleiben hart: Nein zum Greve-Projekt
Pinneberger Tageblatt vom 4. April 2010
Die Grünen von Halstenbek bleiben konsequent: "Grundsätzlich lehnen wir das Greve-Projekt südlich der Wohnmeile ab", betont Gudrun Gabriel-Schröder, Fraktionsvorsitzende der Partei. Besonders die Gemeindevertreter (GV)-Sitzung, bei der der "Bebauungsplan 62 - Verkehrsuntersuchung/ Kostenteilung - Gewerbegebietserweiterung" diskutiert wurde, bestärkte die Grünen in ihrer Position.
Insbesondere richte sich die Kritik gegen den starken Zusatzverkehr - etwa 15 600 Autos zusätzlich am Tag, bedingt durch den geplanten Bau des Fachmarkt-und Einkaufszentrums, so Gabriel-Schröder.
Trotzdem - die Grünen atmen auch durch: Denn die GV hat sich in Teilen gegen den Investor gestellt, der die Kosten für den Knotenpunkt Immelsweg/Gärtnerstraße zu 80 Prozent tragen wollte. "Wir forderten hundertprozentige Übernahme, da der Ausbau allein durch das Projekt erforderlich wird. Die Gemeindevertretung hat 100 Prozent beschlossen", gibt sich Gabriel-Schröder zufrieden.
Auch bei der Kostenverteilung für den Ausbau des Seemoorweges - der Investor bot zunächst 40 bis 50 Prozent - forderten die Grünen eine hundertprozentige Kostenübernahme. Ihr Argument: Im Seemoorweg bestehe akuter Handlungsbedarf nur bedingt durch das Fachmarktzentrum. Dem Beschluss des höchsten Gremiums in der Gemeinde müssten sich die Grünen fügen: 60 Prozent trägt der Investor, 40 Prozent die Gemeinde.
Sorgenfalten treibt der Grünen-Fraktionschefin die Tatsache auf die Stirn, dass es für die Knotenpunkte K 9 - Friedenstraße/Hartkirchener Chaussee und K 15 - Hauptstraße/Hartkirchener Chaussee laut Gutachten keine Lösung gibt. Auch seien weitere Untersuchungen für die Bereiche Gärtnerstraße/ Ludwig-Meyn-Straße, Eidelstedter Weg/ Ludwig-Meyn-Straße, Gärtnerstraße/König-/Post-/Bäckerstraße erforderlich.

