Sieben politische Gestalter gehen
Viele Jahre engagierten sie sich ehrenamtlich in der Halstenbeker Lokalpolitik. Nun wurden sieben Gemeindevertreter feierlich verabschiedet.
Von Heide Ahrens, in: Pinneberger Tageblatt vom 5. Juli 2008

Bürgervorsteher Otto Sajitz (von links) mit den verabschiedeten Gemeindevertretern Stefan Wrubbel, Klaus Michaelis, Hiltraud Ritter, Hellmut Salinger und Günther Steffen.
Foto Ahrens
"Wir brauchen uns nicht nach Fraktionen zu sortieren", ermunterte Bürgervorsteher Otto Sajitz amtierende und Ex-Gemeindevertreter, eine "bunte Reihe" zu bilden. Leider vergeblich: Wie bei Sitzungen üblich, saßen die Vertreter der einzelnen Fraktionen beisammen. Doch die Zusammenkunft sollte keine normale Sitzung werden. In den Räumen der Gemeindewerke wurden nämlich die ausgeschiedenen, teilweise langjährigen Gemeindevertreter verabschiedet. "Ein zwangloser Rahmen für diese Veranstaltung, anders als bei konstituierenden Sitzungen", befand Sajitz und dankte dem Hausherrn Uwe Lamberti für die Gastfreundlichkeit.
"Ehrenamtlich tätig zu sein, war schon früher keine Selbstverständlichkeit und ist es heute erst recht nicht mehr", erklärte Sajitz und bezog in seinen Dank Bürger der Gemeinde mit ein. Wichtig sei ein verantwortungsvoller Umgang mit den Steuergeldern ebenso wie die Schaffung eines Umfelds, das den Bürgern "ein liebens- und lebenswertes Halstenbek garantiert".
Nacheinander bat der Bürgervorsteher die scheidenden Gemeindevertreter zu sich. Bereits 1994 wurde Günther Steffen (CDU) in das Kommunalorgan gewählt. Von 1998 bis 2003 war er stellvertretender und bis Juni dieses Jahres Vorsitzender des Bauausschusses. Überdies arbeitete Steffen in etlichen anderen Ausschüssen mit.
Klaus Michaelis (CDU) gehörte der Gemeindevertretung von 1974 bis 1990 sowie sechs Monate während der abgelaufenen Legislaturperiode an. Hellmut Salinger (Bündnis 90/Die Grünen) war zehn Jahre dabei und hat als stellvertretender sowie als Vorsitzender des Umweltausschusses einiges in Halstenbek bewegt.
Hiltraud Ritter (CDU), bürgerliches Mitglied seit 1994, ist nach fünf Jahren als Gemeindevertreterin ausgeschieden. Ebenso lange gehörte Stefan Wrubbel (CDU) diesem Gremium an.
Mit Urkunden, Blumensträußen und einem "guten Tropfen" dankte Sajitz den Verabschiedeten. Nachgereicht werden die Präsente an Barbara Hansen und Rosemarie Fuchte (beide CDU), die nicht dabei sein konnten. Im Namen aller Verwaltungsmitarbeiter dankte Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann den Ehemaligen für die gute sowie konstruktive Zusammenarbeit und wünschte diesen für die persönliche und politische Zukunft alles Gute.
Anschließend gab es Sekt und Selter, einen gemeinsamen Imbiss und selbstverständlich auch das ein oder andere fraktionsübergreifende Gespräch.

