Zukunftswerkstatt für den Ortskern
Die Gemeinde Halstenbek will Bürger stärker in die Planung einbinden
Pinneberger Zeitung vom 3. September 2004
Halstenbek - Fraktionsübergreifend haben sich die Mitglieder des Halstenbeker Bauausschusses darauf verständigt, die Weiterentwicklung des Ortskerns mit verstärktem Engagement der Gemeinde zu unterstützen. Auslöser war ein Antrag der SPD, der im Juni in der Gemeindevertretung gestellt und in den Bauausschuss verwiesen worden war.
Nach dem Willen der SPD sollte die Bauverwaltung kurzfristig konkrete Vorschläge für die Umgestaltung von Straßen in verkehrsberuhigte Bereiche, die Neugestaltung des Rathausplatzes und die Begrünung der Straßen und Plätze im Ortskern erarbeiten. Im Zuge der Planungsphase solle eine Bürgerbeteiligung erfolgen.
Bauamtsleiter Holger Lange wies jetzt in den Beratungen darauf hin, dass in eine Neugestaltung des Ortskerns eine große Anzahl von Interessengruppen einzubinden sind und laufende Verhandlungen mit Investoren abgewartet werden müssen. Auf Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Günther Steffen (CDU) hat das Gremium daher beschlossen, mit der Planungsphase erst Anfang nächsten Jahres zu beginnen.
Der dann folgende Abstimmungsprozess soll Grundeigentümer, Geschäftsleute, Anwohner, Investoren, Kunden und weitere Gruppen an einen Tisch bringen. Bauamtschef Lange denkt dabei an eine moderierte Zukunftswerkstatt, wie sie erfolgreich bei der Schulentwicklungsplanung angewandt worden ist. Ziel sollte es sein, in einem kurzen Zeitrahmen alle Interessen kennen zu lernen, damit die späteren Maßnahmen von einer breiten Gruppe mitgetragen werden.
Der Bauausschuss der Gemeinde will sich im Januar 2005 mit dem weiteren Vorgehen befassen. Bereits jetzt haben Interessierte die Gelegenheit, Vorschläge und Anregungen für die Attraktivitätssteigerung der Bereiche Hauptstraße, Gustavstraße mit Rathausplatz und Schulstraße im Bauamt einzureichen.

