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Halstenbeks Zentrum bekommt Gesicht

Ortskern: Zustimmung zum Konzept von Terrabaltic. Politiker einig - aber über den Preis für den Grunderwerb muß noch verhandelt werden.

Von Rainer Burmeister, in: Pinneberger Zeitung vom 10. Februar 2006

Das Konzept stimmt, über den Preis muß noch verhandelt werden: Das ist das wesentliche Ergebnis einer Präsentation des Schenefelder Bauunternehmens Terrabaltic im Halstenbeker Bauausschuß. Es geht um eine mögliche Gestaltung der Flächen an der Gustavstraße gegenüber vom Rathaus, die Teil des neuen Ortskern werden sollen.

Terrabaltic will höher bauen, als es der bisherige Bebauungsplan zuläßt. Der Drang nach oben mit maximal vier Geschossen in einem der drei geplanten Baukörper stieß zunächst bei einigen Gemeindepolitikern auf Bedenken. Doch ein Volumenmodell überzeugte die Fraktionsvertreter während der nichtöffentlichen Beratung im Bauausschuß. Demnach wird es kein Klein Manhattan im Zentrum geben, sondern eine stimmige Einpassung in die vorhandene Nachbarbebauung. Auch die Grünen haben keine Bedenken, weil noch genügend Raum für Freiflächen zwischen den Gebäuden bleibt.

Vorgesehen sind auf dem rund 2400 Quadratmeter großen Areal, das noch im Gemeindebesitz ist, die Errichtung von mindestens 20 Wohneinheiten in den Obergeschossen. Ein Gebäude soll mit dem vorhandenen Eckhaus von Bäcker Schlüter verbunden werden. Schlüter möchte dann im Erdgeschoß des Neubaus ein schickes Café einrichten.

Auch in die weiteren ebenerdigen Etagen sollen möglichst gewerbliche Nutzer einziehen. Für den Fall, daß es mit der Vermarktung nicht klappen sollte, könnten jedoch auch hier weitere Wohnungen entstehen. Wie berichtet, soll eine Verbindung zur Passage an der Hauptstraße für Fußgänger hergestellt werden.

Die finanzielle Seite des angepeilten Deals ist allerdings noch nicht in trockenen Tüchern. Der zunächst zugrunde gelegte Quadratmeterpreis von 250 Euro für den Erwerb der Fläche entspricht dem Gutachterwert. Sollte es Terrabaltic - wie gewünscht - gelingen, der Gemeinde auch noch die Abrißkosten für die alte Bausubstanz aufs Auge zu drücken, würde das Bauunternehmen die Flächen in Top-Lage für einen Appel und ein Ei bekommen, vermutet ein Branchenkenner. Doch solche Sorgen haben die Politiker nicht. Bauausschußvorsitzender Günter Steffen weist darauf hin, daß die Bewerber für das Areal nicht gerade Schlange stehen.

Derzeit gibt es sogar außer Terrabaltic keinen weiteren Interessenten, nachdem Groth & Co. abgesprungen war.