Ein Neubau-Modell mit Charakter
Von Dietmar Vogel, in: Pinneberger Tageblatt vom 18. Februar 2006

Rechts schließt an den Komplex der Bäckerei Schlüter einer von drei neuen Baukörpern an. Links ist das alte Polizeigebäude zu sehen.
Noch haben die gemeindeeigenen Häuser an der Gustavstraße gegenüber dem Rathaus eine Gnadenfrist. Doch in Halstenbeks Ortskern-Umbau kommt Bewegung. Während der Bauausschuss-Sitzung ließen sich Politik und Verwaltung von dem Schenefelder Bauunternehmen Terrabaltic anhand eines dreidimensionalen Modells die Neubaupläne schmackhaft machen.
Drei neue Baukörper, viergeschossig mit mindestens 20 Wohneinheiten das sind die Vorgaben, an die sich die Entscheidungsträger in der Gemeinde erst einmal gewöhnen mussten. Doch letztendlich gab es grünes Licht, quer durch alle Fraktionen. Das überzeugendste Argument: die aufgelockerte Bebauung.
Das Areal, das neu überplant werden soll, hat eine Dimension von etwa 2400 Quadratmetern. Die Vorstellungen des Investors zielen darauf ab, im Erdgeschoss-Bereich gewerbliche Nutzer anzusiedeln. Sollte die Nachfrage diesbezüglich stocken, könnten weitere Wohnungen in Ortskernlage angeboten werden. Auch soll eine Verbindung zur neuen Passage mit Edeka-Frischemarkt an der Hauptstraße für Fußgänger angelegt werden.
Der Clou: Ein Gebäude soll mit dem angrenzenden Bäcker Schlüter verbunden werden, der ein Café in seiner nach dem Brand im November 2005 zerstörten Backstube einrichten will.
Für Hans-Jürgen Rebenther, stellvertretender Bürgermeister und CDU-Gemeindevertreter, ist das der richtige Ansatz. Im Gespräch mit unserer Zeitung wünscht sich auch der Politiker nichts dringender als ein Restaurant mit Zugkraft. „Das fehlt in der Ortsmitte.“
Primär müsse jetzt, so Rebenther weiter, der Verkauf des Areals realisiert werden. Außerdem müsse noch Ersatzraum in Halstenbek für die momentanen Bewohner zumeist Asylbewerber und Aussiedler gefunden werden.

