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Der Bau kann beginnen - das Klo ist schon da

Halstenbek: Supermarkt-Projekt an der Hauptstrasse

Von Rainer Burmeister, in: Pinneberger Zeitung vom 29. April 2006

Ein einsames Dixi-Klo auf einer sorgsam planierten weitläufigen Sandfläche - sollte das ein Signal für einen Baustopp an der Hauptstraße in Halstenbek sein? Spekulationen, das Supermarkt-Projekt von Edeka-Händler Martin Böge könne ins Hintertreffen geraten, wurde während der Einwohnerversammlung der Gemeinde Halstenbek klar widersprochen. Unklar dagegen bleibt die Zukunft des Gewerbe-Erweiterungsvorhabens im Ortsteil Krupunder: Die gigantische Projektplanung der Hamburger Greve-Gruppe könnte neu ausgerichtet werden, weil sich mit Möbel-Höffner ein Gigant der Branche an der Holsteiner Chaussee in Eidelstedt breit machen wird.

"Bei Böge gibt es keinen Grund zur Sorge." Damit bestätigte der Inhaber die Angaben von Bauamtsleiter Holger Lange. Die kleine Baupause hat zwei Gründe: Die Suche nach einem Unternehmen für die Rohbauarbeiten und das Warten auf die nun endlich vorliegende Prüftstatik des Kreisbauamts. Böge ist zuversichtlich, Anfang Mai mit den Arbeiten beginnen zu können. In der ersten Etage des Neubaus wird es eine echte Bereicherung für Halstenbeks gesellschaftliches Leben geben: Auf 350 Quadratmetern Fläche soll eine Tanzschule eröffnen. Angaben über den Inhaber wollte Böge noch nicht machen. Doch soll es sich um eine Existenzgründung handeln, die von Profis aus der Branche unterstützt wird.

Bauamtsleiter Lange will die Bürger bei der Gestaltung des Rathausvorplatzes und des Umfelds an der Gustavstraße per Ideenwettbewerb beteiligen.

Beim Greve-Projekt ist lediglich klar, daß es ein abgespecktes Fachmarktzentrum mit 6000 statt zunächst geplanten 11 500 Quadratmetern Verkaufsfläche geben wird. Unklar ist (weil bei Greve niemand Auskunft geben konnte), ob auf die Höffner-Konkurrenz mit einer Ausweitung des 20 000 Quadratmeter großen Möbelangebots zu rechnen ist oder abgespeckt wird. Unverändert bleiben Büroplanungen (36 000 Quadratmeter) und eine Seniorenresidenz im Planspiel. Die Genehmigung der Landesplanung für das Zielabweichungsverfahren ist noch offen. Mitte Mai sollen Gutachten über Verkehrs- und Nahversorgungs-Auswirkungen der Gemeinde vorgestellt werden.