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Scheitert das Projekt an 80 000 Euro?

Von Dietmar Vogel, in: Pinneberger Tageblatt vom 8. November 2006

Während die Ortskerngestaltung an der Hauptstraße Formen annimmt – vor wenigen Tagen wurde Richtfest des Böge-Supermarkts gefeiert –, scheint es im Bereich der Gustavstraße zu stagnieren. Das Schenefelder Bauunternehmen Terrabaltic und die Kommune kommen nicht auf einen grünen Zweig.

Zum Verständnis: Drei neue Baukörper, viergeschossig mit mindestens 20 Wohneinheiten in aufgelockerter Bebauung – auf 2400 Quadratmetern soll das prominente Ortskern-Areal „bespielt“ werden. Im Erdgeschoss-Bereich soll Gewerbe vorherrschen, Wohnungen sind im Gespräch, eine Verbindung zur neuen Passage mit Edeka-Frischemarkt an der Hauptstraße für Fußgänger soll angelegt werden.

Hans-Jürgen Rebenther, stellvertretender Bürgermeister und CDU-Gemeindevertreter, äußerte beispielsweise bereits vor Monaten, dass ein neues Restaurant auf diesem Terrain die richtige Sog-Wirkung hätte.

Doch wie unsere Zeitung erfahren hat, legt der „schnöde Mammon“ das Prestige-Objekt zurzeit auf Eis. Ein neues Gutachten soll ergeben haben, dass der Kaufpreis wesentlich höher liegen soll. Nach Tageblatt-Informationen soll es sich um eine Differenz von etwa 80000 Euro handeln, die die Verhandlungspartner von einem erfolgreichen Abschluss trennt.

Bleibt die Frage, bei wem der Geduldsfaden zuerst reißt: bei der Gemeinde oder beim Investor. Fakt ist: Die Mitglieder des Halstenbeker Hauptausschusses – die CDU-Fraktion wird von Barbara Hansen, Hans-Jürgen Rebenther (Vorsitzender), Helmuth Ahrens, Otto Sajitz und Steven Wrage vertreten, die SPD-Fraktion von Hans-Jürgen Peter (stellvertretender Vorsitzender), Andrea Gröpper, Helmuth Jahnke, die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen von Ines Strehlau und Otto Salinger sowie die FDP-Fraktion von Herwart Straub als beratendes Mitglied repräsentiert – werden sich am Dienstag, 21. November, zur Beratung treffen.
Mittlerweile ist durchgesickert, dass die Hinhaltetaktik nicht unendlich lang geduldet wird. Aus Kreisen der Verwaltungsspitze ist zu hören, dass auch darüber nachgedacht wird, einen Alternativ-Bauherrn zum Zuge kommen zu lassen. Und der soll bereits in den Startlöchern stehen.