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Gustavstraße: Grundstückszeile zu verkaufen

Projektentwickler soll nach Vorgaben der Gemeinde ein Konzept zur Neugestaltung der Areale entwickeln.

Von Rainer Burmeister, in: Pinneberger Zeitung vom 9. Mai 2007

Kaum hundert Tage im Amt, und schon fängt Halstenbeks neue Bürgermeisterin an, das Tafelsilber der Gemeinde zu verscheuern! Gleich eine ganze Grundstückszeile entlang der Gustavstraße, dazu noch in Top-Lage gegenüber vom Rathaus, bietet Linda Hoß-Rickmann zum Erwerb an. Darf die denn das? Ja, das soll sie sogar. Denn die Politiker gaben ausdrücklich grünes Licht für den Grundstücksdeal, damit die Neugestaltung des Ortskerns endlich voran kommt.

Hintergrund der Bemühungen ist es, das Areal mit den gemeindeeigenen Grundstücken Gustavstraße 7 bis 11 zu einem attraktiven Ortsmittelpunkt zu machen. Hinzu kommt das Grundstück mit der Hausnummer 5 im Privatbesitz. Die Fläche, auf der früher die Polizeiwache war, soll ebenfalls veräußert werden und kann dann in die Planung einbezogen werden.

Wie berichtet, hatte die Schenefelder Firma Terrabaltic das Interesse an dem Projekt verloren. Jetzt wird per Inserat - unter anderem im Abendblatt und im Internet - nach einem Investor und Projektentwickler gesucht. Der soll nach den Vorgaben der Gemeinde und den Festsetzungen des Bebauungsplans ein Konzept entwickeln und - bevor es ans Bauen geht - die alten Häuser abreißen.

"In einem oder mehreren Gebäuden soll nach dem Exposé im Erdgeschoss Platz für Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomie und Dienstleistungen sein", sagt die Bürgermeisterin. In den oberen Geschossen können Wohnungen entstehen. Der bestehende Bebauungsplan lässt zwei Vollgeschosse plus Dachgeschoss bis zu 12,50 Meter Höhe zu. Alternativ können aber auch Entwürfe mit drei Vollgeschossen plus Dachetage angeboten werden.

Doch mit der baulichen Überplanung der Grundstücke ist es nicht getan. Hinzu kommt eine Gestaltung des Umfelds, verbunden mit einer Einbeziehung des Rathausplatzes und einer Anbindung des Schulstiegs. Die Neugestaltung soll eine Ergänzung zu den bereits vorhandenen neuen Nahversorgungsgeschäften Aldi-Markt und Edeka-Frischemarkt an der Hauptstraße und der Hartkirchener Chaussee sein.

Linda Hoß-Rickmann hofft, dass bis zum Ende der Bewerbungsfrist am Dienstag, 31. Juli, genügend Entwürfe vorliegen werden, aus denen dann die Gemeindepolitiker die Auswahl treffen. Erste Anfragen sind schon eingegangen. Ausdrücklich wird im Exposé betont, dass es bei der Entscheidung über die Bewerber nicht um den höchsten Kaufpreis geht. Im Vordergrund soll eine Konbination mit einem ansprechenden städtebaulichen Konzept stehen. Interessenten für die Gestaltung und Bebauung von Halstenbeks Zentrum können sich direkt an die Bürgermeisterin wenden.