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Filetstück an Gustavstraße

Aldi und Edeka sorgen bereits dafür, dass sich der Ortskern von Halstenbek mit Leben füllt. Jetzt soll ein potenter Investor für die Bebauung der Gustavstraße gefunden werden.

Von Dietmar Vogel, in: Pinneberger Tageblatt vom 22. Mai 2007


Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann hält die Fäden des Grundstücksverkaufs in Händen. Foto: Vogel

Halstenbek ist reizvoll, liegt in Nachbarschaft zu Hamburg, befindet sich im größten zusammenhängenden Baumschulgebiet der Welt. Die Verkehrsanbindungen für die 16 400 Einwohner großen Gemeinde sind bestems, dazu ein Top-Angebot an Sport, kulturellen und sozialen Einrichtungen - die Gemeinde und ihre Verwaltungspitzen geizen auf ihrer Internetseite www.halstenbek.de nicht mit Superlativen. Der Grund für diese Lockrufe: Ein Filetstück an der Gustavstraße gegenüber vom Rathaus soll verkauft werden. Einkaufen, Gastronomie, Dienstleistung, Wohnen auf 2400 Quadratmetern: Der Ortskern soll weiter geliftet werden.

Linda Hoß-Rickmann, seit 1. Februar 2007 neue Bürgermeisterin, hat nach dem Scheitern der Verhandlungen mit dem Schenefelder Investor Terrabaltic das Heft in der Hand. Sie soll die entscheidenden Gespräche mit einem Investor und Projektentwickler führen, der die vorhandenen Gebäude abreißt und "architektonisch interessante" Alternativen schafft.

Der Mix aus Handel und Gastronomie soll im Vordergrund stehen. "Wünschenswert wäre zum Beispiel die Herausbildung einer kleinen Platzfläche zur Gustavstraße und deren sommerliche Nutzung durch Außengastronomie", heißt es in dem Angebot.

Der bestehende Bebauungs-Plan sieht eine Bebauung bis zu einer Höhe von 12,50 Metern vor - zwei Vollgeschosse plus Dach.

Nicht der "schnöde Mammon" soll allein Grund für den Zuschlag sein. Besonders die Kombination aus städtebaulichem Konzept und Kaufpreis soll den Zuschlag erhalten. Die politischen Gremien der Gemeinde werden die Entscheidung hierüber treffen.

Die Gemeinde will den Grundstücks-Deal nutzen, um eine "Öffnung und eventuell eine Neugestaltung des Rathausplatzes" auf den Weg zu bringen - inklusive einer Anpassung des Schulstieges, so dass "er direkt auf den Rathausplatz führt und damit eine noch attraktivere Bedeutung als örtliche Verbindung zwischen dem Rathaus und der Poststraße erlangt." Die die Eigentümer des nicht gemeindeeigenen Grundstücks Gustavstraße 5 (Größe: 1400 Quadratmeter) wollen verkaufen. Die Fläche kann mit in die Planungen einbezogen werden.

Interessenten müssen sich sputen: Bis zum 31. Juli 2007 muss das Angebot vorliegen. Bürgermeisterin Hoß-Rickmann ist unter der Rufnummer (0 41 01) 49 11 00 sowie per E-Mail unter hoss-rickmann@halstenbek.de zu erreichen. Außerdem steht der Büroleitende Beamte Uwe Grünefeldt unter (0 41 01) 49 11 65 sowie per E-Mail unter gruenefeldt@halstenbek.de bei Abwesenheit von Hoß-Rickmann als Ansprechspartner zur Verfügung.