Ortskern: Wer bekommt den Zuschlag?
Die Frist ist am Montag abgelaufen. Jetzt wird in der Verwaltung eine Vorausauswahl darüber getroffen, wer in die engere Wahl für die Neugestaltung des Bereichs Gustavstraße kommt.
Von Dietmar Vogel, in: Pinneberger Tageblatt vom 2. August 2007
Einkaufen, Gastronomie, Dienstleistung, Wohnen auf 2400 Quadratmetern: Halstenbeks Ortskern im Bereich Gustavstraße und Rathausvorplatz soll kräftig an Attraktivität gewinnen. Die Suche nach einem Investor und Projektentwickler wurde in den vergangenen Wochen mit Hochdruck betrieben, Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann selbst hat das Heft in die Hand genommen. Gestern bestätigte die Verwaltungschefin gegenüber unserer Zeitung, dass insgesamt fünf Bewerbungen eingegangen sind.
Die erneute Offensive wurde nötig, nachdem die Verhandlungen mit dem Schenefelder Investor Terrabaltic gescheitert waren. Die Mammutaufgabe lautet: Die vorhandenen Gebäude müssen abgerissen und eine "architektonisch interessante" Alternative gefunden werden.
Der Mix aus Handel und Gastronomie soll im Vordergrund stehen. "Wünschenswert wäre zum Beispiel die Herausbildung einer kleinen Platzfläche zur Gustavstraße und deren sommerliche Nutzung durch Außengastronomie", lautet die strenge Vorgabe in der Auftragsvergabe. Der bestehende Bebauungs-Plan sieht eine Bebauung bis zu einer Höhe von 12,50 Metern vor - zwei Vollgeschosse plus Dach.
Die Gemeinde will zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Der Grundstücks-Deal soll dazu genutzt werden, eine "Öffnung und eventuell eine Neugestaltung des Rathausplatzes" auf den Weg zu bringen - inklusive einer Anpassung des Schulstieges, so dass "er direkt auf den Rathausplatz führt und damit eine noch attraktivere Bedeutung als örtliche Verbindung zwischen dem Rathaus und der Poststraße erlangt."
Wie geht es jetzt weiter? Verwaltungschefin Hoß-Rickmann fasst den weiteren Ablauf zusammen: Die Eingaben werden jetzt von der Verwaltungsspitze gesichtet und ausgewertet. Anschließend wird das Ergebnis der Vorauswahl den politischen Gremien zur weiteren Beratung vorgelegt. Hoß-Rickmann hofft darauf, dass bereits im Jahr 2008 der erste Spatenstich erfolgen kann.

