Das neue Halstenbek: Ideen und erste Skizzen werden heute vorgestellt
Pinneberger Zeitung vom 17. März 2009
Neue Wege bei der Neugestaltung des Ortskerns: Seit November haben in Halstenbek diverse Workshops stattgefunden, in denen die Bürger - aufgeteilt nach Altersgruppen - ihre Wünsche für das "Facelifting" des Zentrums vorbringen konnten. Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse werden heute Abend im Abschluss-Workshop präsentiert. Beginn ist um 19 Uhr in der Aula der Gemeinschaftsschule an der Feldstraße, alle Bürger der Gemeinde sind eingeladen.
Bisher war es üblich, erst die Planer, dann die Politik und im letzten Schritt die betroffenen Einwohner zu befragen. Diesmal lief es umgekehrt. Das Planungsbüro Grontmij Gfl hat die Befragungen der Einwohner und Gewerbetreibenden begleitet. "Es werden am Dienstag bereits erste Planungsskizzen präsentiert", erläutert Elke Tramm, bei der Gemeinde für Wirtschaftsförderung zuständig. Nach ihren Angaben war beispielsweise altersgruppenübergreifend gefordert worden, die Verkehrssituation und damit auch die Verkehrssicherheit im Ortskern zu verbessern. "Die Bürger wollen sich dort aufhalten können. So wurde beispielsweise eine Außengastronomie für den Sommer gewünscht", so Tramm weiter. Auch ein neu gestalteter Rathausvorplatz steht auf der Liste.
Die Planer haben die Vorschläge aufgegriffen. So könnte die Hauptstraße so umgestaltet werden, dass alle Verkehrsteilnehmer - Fußgänger, Rad- und Autofahrer - gleichberechtigt sind. Auch liegen Skizzen zur Umgestaltung der verkehrsreichen Kreuzung Hauptstraße/Poststraße/Friedenstraße vor. Dieser Ortseingangsbereich könnte etwa durch die Errichtung eines Mini-Kreisels oder durch die Schaffung eines durchgehenden Platzes ohne Bordsteine verkehrsberuhigt werden. "Es sind viele Ideen entstanden, wovon nicht nur die Halstenbeker, sondern auch die Gewerbetreibenden profitieren", so die Wirtschaftsförderin.
Nach dem Abschlussworkshop werden die Planer der Gemeinde eine Maßnahmenempfehlung überreichen. "Wir werden das Thema noch vor der Sommerpause im Bauausschuss behandeln", verspricht Gremiumsvorsitzende Birgit Andersek (Grüne). Die Umsetzung werde jedoch einige Jahre dauern.

