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Erlöserkirche freut sich über Zuschlag

Sören Christian Reimer, in: Pinneberger Tageblatt vom 3. Februar 2011


Pastor Norbert Dierks begrüßte die Entscheidung der Halstenbeker Gemeindevertreter. pt

Bei der Erlöserkirche in Halstenbek herrscht Freude. Die Kommunalpolitik hatte sich entschieden, ihr die Trägerschaft für die hortähnliche Betreuung an der neuen Grund- und Gemeinschaftsschule zu übertragen (unsere Zeitung berichtete). Pastor Norbert Dierks, Vorsitzender des Kirchenvorstands, zeigte sich angesichts der umkämpften Entscheidung zuversichtlich: "Wir sind sicher, dass mit Eröffnung der Schule ein Betreuungsangebot vorliegen wird, dass den Kindern gerecht wird und den unterschiedlichen Wünschen der Eltern weitgehend entgegen kommt."

Rückblick: In der Sitzung der Gemeindevertreter kam es zu heftigen Diskussionen. Vertreter der Arbeiterwohlfahrt (Awo), der Erlöserkirche und ihre Unterstützer kämpften wortreich darum, wer künftig die Betreuung an der neuen Schule übernehmen sollte. Es flossen sogar Tränen. Schließlich entschieden die Politiker: Die Kirche macht’s, die Awo ist raus - auch wenn das pro Jahr etwa 10 000 Euro mehr kosten wird.

Dort beginnt nun die heiße Phase der Vorbereitung: In Zusammenarbeit mit der neuen Schule und dem Träger des offenen Ganztagesangebot soll das Betreuungskonzept konkretisiert werden. "Noch vor den Sommerferien wollen wir den Eltern der beiden betreuten Grundschulen unsere Ideen vorstellen." Auch Personalentscheidungen sind zu treffen. Bevorzugt sollen Awo-Mitarbeitern übernommen werden, wenn diese es wollen.

Die höheren Kosten sieht der Pastor nicht als Problem. "Beim Vergleich der beiden Träger musste der finanzielle Aspekt zu Recht keine Rolle spielen", unterstrich Dierks. Die Awo wäre in ihrer Kostenschätzung davon ausgegangen, die neuen Stellen mit kostengünstigeren Mitarbeiten zu besetzen. Wäre es zu einer Übernahme des Personals der Kirche gekommen, wäre die Personalkosten höher ausgefallen. Darauf habe die Awo in ihrer Bewerbung auch hingewiesen. Zudem spare die Kommune durch die Zusammenlegung der Grundschulen ohnehin, da weniger Personal nötig sei, und die Verwaltungskosten neu berechnet wurden.