Mit Magneten den Tag organisieren
Von Julia Hermanns, in: Pinneberger Tageblatt vom 13. August 2005

Mal ernst, mal entspannt: Auch das Kickern gehört zu den Nachmittagsbeschäftigungen an der Grundschule.
„Uns ist es wichtig, dass sich die Kinder nachmittags in der Schule frei bewegen können“, erklärt Schulleiterin Barbara Burton und führt die neue Magnettafel vor, die den offenen ganztägigen Betrieb der Grundschule Bickbargen seit diesem Montag organisiert. Jedes Kind kann mit seinem eigenen Magneten anzeigen, ob es schon zu Hause ist, gerade isst, seine Hausaufgaben macht, im Betreuungsraum spielt oder an einem der zahlreichen Projekte teilnimmt. Die Kinder sollen durch diese Art der Organisation, die aus dem Bereich der Kindertagesstätte übernommen wurde, lernen, sich selbstständig an ihren täglichen Ablauf zu halten.
Mit dem Beginn des Baus der Mensa im vorigen Juni wurde der Grundstein für den Ganztagsbetrieb der Grundschule Bickbargen gelegt, der ab Januar 2006 vollständig mit zusätzlichen neuen Räumlichkeiten aufgenommen werden soll. Aber schon ab diesem Schuljahr bleiben 95 von insgesamt 270 Schüler nach dem Unterricht in der Schule und verbringen bis 16 Uhr ihre Nachmittage dort. Darunter befinden sich auch 26 Erstklässler, die jetzt eingeschult werden.
Zusammen mit der Jugendpflege hat die Grundschule ein buntes Progamm für die insgesamt drei Nachmittage auf die Beine gestellt. Montags bis Mittwochs bietet die Schule neben einer täglichen Hausaufgabenbetreuung verschiedene Freizeitaktivitäten an. Nach dem Essen, das zurzeit noch in die Schule gebracht wird, können sich die Kinder bis zum Beginn der verschiedenen Projekte in einem ehemaligen Werkraum, der zum Freizeitraum umgebaut wurde, beim Tischtennisspielen oder beim Kickern austoben. „Wir sind mächtig stolz darauf, dass wir den Raum noch bis zum Beginn der Schule fertig bekommen haben“, freut sich Ortsjugendreferentin Daniela Spitzar. Es sei wichtig, dass sich die Kinder daran gewöhnen, auch ihre Freizeit in der Schule zu verbringen.
Um 14.30 Uhr beginnen dann die verschiedenen Projekte: Montags können sich die Kinder zwischen Theater, Schach und Sport entscheiden, dienstags können sie entweder Zeichnen oder Inline-Skaten und mittwochs an einem Computerkurs teilnehmen, Basketball spielen oder ein Schlaginstrument erlernen. Das vielfältige Angebot soll den Kindern vor allem Spaß nach dem Unterricht und den Hausaufgaben bringen, so Burton.

