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SPD für Erhalt der Grundschulen Süd und Nord

Schulleitungen der Grundschulen Süd und Nord sind ebenfalls dafür

Von Helmuth Jahnke (18. Juni 2007)

Schul-, Bau- und Finanzausschuss haben beschlossen:

„Die Grundschule Nord und die Grundschule Süd sind mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 mit der Gemeinschaftsschule organisatorisch zu verbinden und räumlich anzugliedern.“

Das bedeutet, dass bei dem Bau der Gemeinschaftsschule von vorneherein ein Gebäude oder ein Gebäudeteil für eine mindestens 3-zügige Grundschule vorzusehen ist; die Grundschulen Süd und Nord werden ab dem Schuljahr 2010/2011 aufgelöst. Für die Grundschüler aus dem Bereich Halstenbek Süd ist ein - für die Schüler kostenpflichtiger - Schulbus einzurichten.

Die SPD hält das nicht für sinnvoll. Um die Schule finanzieren zu können, werden Räume errichtet, die dem Mindeststandard entsprechen. Gegenüber den bisherigen Schulen stellt das eine deutliche Verschlechterung dar. Insbesondere die Grundschule Nord ist hervorragend ausgestattet und befindet sich baulich einem sehr guten Zustand. Beide Schulen sind akzeptiert und erhaltenswert.

Die Entwicklung der Schülerzahlen zwingt nicht zur Aufgabe der Standorte. In der Vergangenheit schwankte die Grundschule Süd zwischen einer 1- und 2-zügigkeit. Durch die Ausweisung neuer Baugebiete in ihrem Einzugsbereich ist eine stabile mindestens 1½-zügigkeit gewährleistet. Um die Konkurrenzfähigkeit der Grundschule Süd zu erhalten, haben die Schule und die Kindertagesstätte der AWO ein Konzept entwickelt, um einen attraktiven Ganztagsbereich einzurichten. Nach dem Abriss des abgängigen Altbestandes ist dafür zwar vor allem die Errichtung einer Eingangshalle erforderlich, die zugleich von der Kita Regenbogen und als Pausenhalle und Versammlungsraum genutzt werden könnte. Aber dies ist finanziell günstiger als die Errichtung von neuen Räumen an der Gemeinschaftsschule.

Um die Konkurrenzfähigkeit der Grundschule Nord zu verbessern, bestehen Pläne, sie als offene Ganztagsschule zu betreiben. Dafür ist die Mitbenutzung von Räumen der Gemeinschaftsschule ausreichend, insbesondere um einen Mittagstisch anbieten zu können. Eine bauliche Integration oder organisatorische Integration in die Gemeinschaftsschule ist nicht erforderlich.

Bei Gesprächen mit den Schulleitungen am 12. und 14 Juni 2007 ist der SPD-Fraktion bestätigt worden, dass die Schulen unter den gegebenen Umständen, dass aus finanziellen Gründen nicht alle Wunschvorstellungen für eine Gemeinschaftsschule erfüllt werden können, für ihren Erhalt eintreten. Inzwischen liegen auch entsprechende schriftliche Stellungnahmen der beiden Schulen vor (vgl. Schreiben der Schulen vom 13. bzw. 14. Juni 2007).

Eine Aufgabe der Grundschulen geschieht bisher ohne Einbeziehung der betroffenen Eltern. Bevor endgültige Entscheidungen über den Erhalt oder die baldige Auflösung der Grundschulen Süd und Nord getroffen werden, sollten die Eltern Gelegenheit erhalten, sich dazu zu äußern. Die SPD setzt sich dafür ein, dass eine Entscheidung über die Auflösung der Grundschulen Süd und Nord nicht bereits in der Sitzung der Gemeindevertretung am 25. Juni 2007, sondern erst nach Anhörung der Eltern bzw. ihrer Vertreter im Schulelternbeirat getroffen wird.


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