Grimme: Kosten für die Sanierung teilen
Halstenbek soll das Wolfgang-Borchert-Gymnasium übernehmen. Doch der Vorschlag stößt auf Widerspruch.
Rainer Burmeister, in: Pinneberger Zeitung vom 28. Mai 2009
Im Poker um die Übertragung des kreiseigenen Wolfgang-Borchert-Gymnasiums an Halstenbek hat Landrat Wolfgang Grimme der Gemeinde ein Angebot gemacht. Kernpunkte: Halstenbek soll die Kosten für einen Erweiterungsanbau selbst tragen. Grundsanierung und bauliche Unterhaltung werden geteilt. Außerdem soll der Kreis das bereits gemeindeeigene Grundstück für einen jährlich zu entrichtenden symbolischen Erbbauzins von einem Euro übernehmen.
Der Eigentümerwechsel ist nach dem Landesschulgesetz vorgeschrieben, das die Kommunen als Träger der Schulen vorsieht. Grimmes Vorschläge stoßen allerdings im Detail auf deutlichen Widerspruch. Der stellvertretende CDU-Fraktionschef Hans-Jürgen Rebenther spricht von einem "überaus seltsamen Angebot" des Landrats. "Wir wollen Herr im Haus bleiben", sagt der CDU-Politiker und fordert, die Gemeinde müsse Eigentümer von Grundstück und Gebäuden werden.
Auch für die Unterhalts- und Neubau-Angebote aus der Kreisverwaltung sieht Rebenther noch Verhandlungsbedarf.
Dieser Auffassung schließt sich SPD-Gemeindevertreter
Im Schulausschuss wird Grimmes Angebot am heutigen Donnerstag zunächst als Mitteilung den Fraktionen zur Kenntnis gegeben.

