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Wie fit ist das Gymnasium?

Das Wolfgang-Borchert-Gymnasium nahm Mitte der 1970er Jahre seinen Betrieb auf. Die seitdem vorgenommenen Reparaturen sind überschaubar. Der Kreis glaubt, eine durchsanierte Schule übergeben zu können.

Dietmar Vogel, in: Pinneberger Tageblatt vom 7. Juli 2009


Das Borchert-Gymnasium ist ein Sanierungsfall.

Wie fit ist das Wolfgang-Borchert-Gymnasium? Kurz vor der Übergabe der Trägerschaft vom Kreis Pinneberg an die Gemeinde Halstenbek wird auch am morgigen Mittwoch während der Sitzung der Gemeindevertretung (19 Uhr, Gemeinschaftsschule in der Feldstraße 43) über die "Festlegung des notwendigen Erweiterungsbaus und die Aufstellung von Containern" diskutiert.

Mitte der 1970er Jahre wurde der Komplex in Krupunder gebaut. Kritiker bemängeln die mangelhafte Investitionsinitiative von Seiten der Verantwortlichen, fordern hinter vorgehaltener Hand sogar einen Abriss zugunsten eines Neubaus. Laut Verwaltungsvorlage wurde für insgesamt 1 686 200 Euro investiert. Das sind die Posten: 2004: für 51 617, 19 Euro in die Sonnenschutzanlagen 110 466,34 € in den Behindertenfahrstuhl 2005: Anstrich/Bodenbeläge im Hausmeisterhaus für insgesamt 3624,08 Euro 8.001,14 Euro wurden in die Pflasterflächen "gesteckt" der Brandschutz an der Hausmeisterloge kostete 9966,65 Euro 2006: In die Sporthallensanierung flossen bisher etwa 867 710,74 Euro sowie in den Brandschutz 176 105,42 Euro 2007: Sanierungsuntersuchungen kosteten bisher etwa 442 889,38 Euro und in 2008 kostete die Kellerabdichtung des Hausmeisterhaus 16 900,94 Euro.

Selbstbewusst sagt jetzt die Kreisverwaltung: "Hieraus folgt, dass Halstenbek eine - bis auf die zweifellos vorhandenen energetischen Mängel - im wesentlichen durchsanierte Schule übergeben werden kann, die den Vergleich mit anderen Schulen durchaus nicht zu scheuen braucht. Die Gemeinde fordert, dass der Kreis die Kosten der Sanierung der Bestandsgebäude in Höhe von etwa elf Millionen Euro sowie anteilig die Kosten des Erweiterungsbaus in Höhe von etwa 2,2 Millionen Euro übernimmt. Am 15. Juli will der Kreistag während seiner Sitzung über das weitere Vorgehen entscheiden.