Wo bleiben die Gymnasium-Akten?
Dietmar Vogel, in: Pinneberger Tageblatt vom 17. November 2009
Ein Sanierungsstau in Höhe von etwa elf Millionen Euro. Abreißen und neu aufbauen. Oder entkerne - und von Innen heraus modern sanieren: Die Positionen, wie künftig mit dem mehr als 30 Jahre alte Baukörper Wolfgang-Borchert-Gymnasium umgegangen werden soll, sind extrem. Fakt ist: Nachdem am 1. August die Trägerschaft vom Kreis Pinneberg auf die Kommune Halstenbek übertragen worden ist, sind die Probleme nicht weniger geworden. Im Gegenteil: Container werden für eine Zwischenlösung bereitgehalten, um den Schulbetrieb am Laufen zu halten. Und in der Verwaltung an der Gustavstraße stehen die Verantwortlichen in den Startlöchern - treten aber auf der Stelle.
Der Grund: Wie aus zuverlässiger Quelle zu hören ist, sitzen die Mitarbeiter in der Kreisverwaltung auf den Bauakten. Sprich: Ohne Interna in schriftlicher Form in den Händen zu haben, sind Planungen für die Zukunft der Lehranstalt in Bickbargen nicht zu managen.
Anfrage in der Kreisverwaltung. Deren Pressesprecher Marc Trampe appelliert an die Geduld der Kollegen in der Baumschulgemeinde. "Ja, es ist richtig, dass sich die Akten zum Thema Hochbau nach wie vor in Pinneberg befinden", so das Sprachrohr von Landrat Dr. Wolfgang Grimme. Doch die Zusammenstellung erweise sich komplizierter als gedacht, weil Gewährleistungs-Auflagen zu beachten seien. "Doch wir wollen das Konvolut zeitnah übergeben."
Trost gibt es von Trampe trotzdem: Die Akten für die Schulverwaltung seien "frisch" übergeben worden. "Die sind auch einfacher zusammenzustellen."

