Abiturienten in Egenbüttel?
Dietmar Vogel, in: Pinneberger Tageblatt vom 21. Januar 2010
Die Zukunft des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums am Bickbargen in Halstenbek ist nach wie vor ungeklärt. Noch gibt es von Seiten der Kreisverwaltung kein Signal, in welcher Höhe die Gemeinde Halstenbek Gelder zur Sanierung des maroden Gebäudes als Schulträgerin seit August 2009 erwarten kann.
Grund genug, während der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses Zukunftsstrategien zu entwickeln. Ein Gedanke, der hinter verschlossenen Türen seit langem verhandelt wird, immer wieder ins Stocken gerät, aber stets als Option im Raum steht, ist die Verlagerung der Oberstufe in Richtung Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS) im Ortsteil Egenbüttel.
Ines Strehlau, Gemeinderätin der Grünen-Fraktion und Landtagsmitglied, sprach am Montagabend Klartext: Um Engpässe auszuschließen, müsse die Option ernsthaft bedacht werden.
Geht ein Traum der Rellinger Verwaltung und Politik in Erfüllung, dass mit der Oberstufe nicht nur die GGS durch die Abitur-Klassen geadelt wird, sondern auch der Übergang zum ersehnten Status Gymnasium erreicht werden könnte? Dieter Beyrle (CDU), Vorsitzender des Rellinger Schulausschusses, kann sich auf Nachfrage eine Kooperation mit der Nachbarkommune "sehr gut vorstellen". Schon vor drei Jahren sei Halstenbek diese Option angeboten worden. "Wir haben die Räumlichkeiten", so Beyrle selbstbewusst. Jetzt sei aber wieder Halstenbek am Zuge, den nächsten Schritt zu machen. Niemand werde die Türen zuschlagen: "Sie werden mit offenen Armen empfangen", versichert der Rellinger Schul-Experte.

