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"Fusion ist endgültig vom Tisch"

Dietmar Vogel, in: Pinneberger Tageblatt vom 30. März 2010

Karsten Schneegaß, Direktor am Wolfgang-Borchert-Gymnasium Halstenbek, ist froh, dass das Bildungsministerium in Kiel ein Machtwort gesprochen hat. "Einer Verlagerung von Unterrichtszügen, geschweige denn der kompletten Oberstufe in das Gebäude der Grund- und Gemeinschaftsschule Rellingen im Ortsteil Egenbüttel wird nicht zugestimmt." Damit dürfte die Diskussion um eine Fusion der Schulen, sprich die Möglichkeit, dass Rellingen künftig in den Genuss eines gymnasialen Zweigs kommt, vorerst ein Ende haben.

Der Direktor betonte gestern, dass sich das 70-köpfige Kollegium sowie die 970 Schüler am Gymnasium wieder voll auf die Arbeit konzentrieren können. Klar: Schneegaß ist sich bewusst, dass das mehr als 30 Jahre alte Gebäude am Bickbargen schon bessere Tage gesehen hat. Selbst die Radikalforderung "Komplett-Abriss und Neubau" wurde bereits gefordert. Realistisch dürfte laut Beobachter sein, dass es auf eine millionenschwere Sanierung hinauslaufen wird.

Zudem werde die Arbeit nicht weniger, betont der Schulleiter. Einer funktionierenden Orientierungs-Stufe stehen aufwändige Konzepte der Raumplanung gegenüber. "Es ist alles vorhanden, doch auf engstem Raum", gibt Schneegaß ein Beispiel für die täglichen Herausforderungen, denen sich Lehrer und Schüler stellen müssen.

Dass der Physik-Unterricht beispielsweise nicht wie bisher in der 7., sondern bereits in der 6. Klasse angeboten wird, heißt, für entsprechende Rahmenbedingungen zu sorgen.

Schneegaß verlässt sich auf die Gemeinde Halstenbek, die seit August 2009 die Schulträgerschaft vom Kreis Pinneberg übernommen hat. Er geht davon aus, dass in 2011 die Sanierung beginnen wird.