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Marode Schule: "Kreis unschuldig"

Dietmar Vogel, in: Pinneberger Tageblatt vom 10. April 2010

Jan Krohn, CDU-Gemeindevertreter in Halstenbek, bringt mit seiner Kritik, dass der marode Zustand des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums allein der Kreis durch "seine grobe Fahrlässigkeit" zu verantworten habe (wir berichteten), Kerstin Seyfert auf den Plan. Die Vorsitzende des Kreis-Ausschusses Schule, Kultur, Sport und schulpolitische Sprecherin CDU-Kreistagsfraktion weist die Anschuldigungen zurück.

Krohns Kritik, dass 30 Jahre nur das Nötigste gemacht worden sei, "ist so nicht richtig", so Seyfert. "Der Kreis Pinneberg hat stets für die ordnungsgemäße Unterhaltung des Gebäudes gesorgt." Die Politikerin legt für ihren Widerspruch Beweise vor.

Zusammen mit der Gemeinde Halstenbek sei laut Seyfert in den Jahren 2008 und 2009 die Sanierung der Gebäudesubstanz geplant worden. Seyfert: " Die Kosten hierfür von rund 400 000 Euro hat der Kreis getragen." Der Kreis hat folgende Maßnahmen umgesetzt: - 2004: Sonnenschutzanlagen für 51 617, 19 Euro - 2004: Behindertenfahrstuhl für 110 466,34 Euro - 2005: Anstrich/Bodenbeläge Hausmeisterhaus für 3624,08 Euro - 2005: Pflasterflächen für 8001,14 Euro - 2005: Brandschutz (Hausmeisterloge), 9966,65 Euro - 2006: Sporthallensanierung bisher etwa 867 710,74 Euro - 2006: Brandschutz bisher etwa 176 105,42 Euro - 2007 Sanierungsuntersuchungen bisher etwa 442 889,38 Euro - 2008: Kellerabdichtung Hausmeisterhaus für 16 900,94 Euro. Insgesamt, so Kerstin Seyfert, wurden 1 686 200 Euro investiert.

Laut Seyfert ist geplant, die zuletzt unter dem Ex-Landrat Dr. Wolfgang Grimme (CDU) stagnierenden Verhandlungen zusammen mit dessen Nachfolger Oliver Stolz (parteilos) Ende April wieder aufzunehmen. "Spätestens bis zum Ende des zweiten Quartals 2010 sollen die Verhandlungen zum Abschluss gebracht werden."

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