Halstenbeks SPD treibt Energiewende voran
Pressemitteilung vom 17. Januar 2012
Wer seinen Strom über die Gemeindewerke Halstenbek bezieht, erhält zu durchschnittlich 38% Strom aus Kernkraft, zu 46% aus fossilen Energieträgern und nur zu 16% aus regenerativen. Deutschlandweit beträgt der Anteil der Kernkraft an der Stromproduktion hingegen weniger als 20%. „Wir wollen, dass die Gemeindewerke Halstenbek bis 2014 aus der Nutzung von Atomstrom aussteigen, und den Anteil der regenerativen Energieträger drastisch auf 50% ausbauen“, erklärte Christoph Bittner, stv. Fraktionsvorsitzender der Halstenbeker SPD, und kündigte an, dass seine Fraktion einen ambitionierten Antrag in den Gemeinderat einbringen wird.
Der Halstenbeker SPD geht es darum, dass die Gemeindewerke ihren Beitrag dazu leisten, dass mehr Ökostrom produziert und eingespeist wird. Dazu sehen die Genossen mehrere Möglichkeiten, die alle genutzt werden sollen. Die Verwendung von nach dem sehr strengen „Grünen Strom Label“ (GSL) zertifiziertem Ökostrom verpflichtet die Erzeuger zum Ausbau von regenerativen Produktionskapazitäten. Zudem strebt der SPD vor, den Anteil der eigenerzeugten Strommenge von momentan 6% in den nächsten 10 Jahren auf 25% zu erhöhen.
Anfallende Mehrkosten zur Umsetzung dieser Maßnahmen sollen nicht über den Strompreis an die Verbraucher weitergegeben werden, sondern der Gemeindehaushalt soll diese abfangen.
Außerdem möchten die Sozialdemokraten den bestehenden Ökostromtarif „Aquawatt“ der Gemeindewerke durch einen neuen Ökostromtarif ersetzen, der diesen Namen auch vollständig verdient. Momentan wird der Aquawattstrom aus österreichischen Wasserkraftwerken bezogen, ohne Verpflichtung des Produzenten, zusätzliche regenerative Kapazitäten zu schaffen. „Sehr bedenklich ist, dass Österreich Stromimporteur ist und somit zwar einerseits Strom aus Wasserkraft nach Deutschland exportiert wird, aber andererseits umso mehr Atom- und Kohlestrom nach Österreich eingeführt wird. Das bringt für die Umwelt gar nichts“, kritisiert Christoph Bittner. „Insbesondere den Bürgern, die sich bewusst für Ökostrom entschieden haben, muss auch Ökostrom geliefert werden, der den strengen Maßstäben der Umweltverbände genügt. Wir brauchen hier das „Grüne Strom Label“ (GSL).“

