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Der Artikel im Pinneberger Tageblatt vom 21. Januar 2012 „Die SPD lügt" enthält Falschdarstellungen

Pressemitteilung vom 29. Januar 2012

Mit „Die SPD lügt“ war ein Artikel im Pinneberger Tageblatt vom 21. Januar 2012 überschrieben. Das soll der Leiter der Gemeindewerke Halstenbek, Herr Lamberti, gesagt haben. Angeblich hatte die Halstenbeker SPD-Fraktion behauptet, der Aquawatt-Tarif der Gemeindewerke sei gar kein Ökostromtarif. Diese Darstellung ist - in doppelter Hinsicht - falsch.

Herr Lamberti hat schriftlich bestätigt, dass in dem Gespräch mit dem Redakteur des Pinneberger Tageblatts, Herrn Vogel, von Lüge nicht die Rede gewesen sei.

Auch wurde die Darstellung der SPD vom Pinneberger Tageblatt an einer entscheidenden Stelle verkürzt. Herr Bittner hatte in seiner Pressemitteilung ausgeführt, „insbesondere den Bürgern, die sich bewusst für Ökostrom entschieden haben, muss auch Ökostrom geliefert werden, der den strengen Maßstäben der Umweltverbände genügt“. Der letzte Halbsatz wurde vom Pinneberger Tageblatt schlicht weggelassen. Dadurch entstand der falsche Eindruck, die SPD behaupte, bei dem Aquawatt-Tarif werde den Bürgern überhaupt kein Ökostrom geliefert.

Die gleichwohl heftige Abwehrreaktion des Leiters der Gemeindewerke gegen den Vorschlag der SPD-Fraktion verwundert. Auf Antrag der SPD, baldmöglichst Halstenbek mit atom- und kohlefreien Strom zu versorgen, zeigten die Gemeindewerke „Optionen zum Ausbau des Ökostromangebots“ auf. In ihrer Sitzung am 9. Januar 2012 hat die SPD-Fraktion die Studie mit dem Werkleiter diskutiert. Ein Ergebnis – neben weiteren - war unsere Forderung, frühestmöglich den Ökostromtarif Aquawatt durch einen neuen GSL-zertifizierten Ökostromtarif zu ersetzen. Der Ökostrom des Aquawatt-Tarifs wird durch den TÜV Süd zertifiziert. Es wird danach zwar tatsächlich durch Wasserkraft erzeugter Strom aus Österreich ins Netz eingespeist. Aber die Stromanbieter können gleichzeitig auch (zugekauften) Atomstrom und anderen herkömmlichen Strom in ihren Angeboten haben und ihn bei anderen Kunden anstelle des Wasserkraftstroms liefern. Der Ausstieg aus dem Atom- und Kohlestrom wird damit nicht gefördert. Für die Umwelt ist das ein Nullsummenspiel. Diesen Effekt wollen wir künftig vermeiden.

Der Werkleiter fürchtet wegen der Diskussion offenbar eine Abwanderung bei den etwa 500 Kunden des Aquawatt-Tarifs. Durch den schnellen Umbau des Aquawatt-Tarifs soll aber gerade der vom Werkleiter befürchtete Schaden vermieden werden.