Leserbrief im Pinneberger Tageblatt vom 2. Februar 2012
Sauberer Strom
„Werkleiter hat einen Auftrag“, Leserbrief vom 28. Januar 2012
Auch wenn Herr Straub es in seinem Leserbrief nicht verstehen kann, dass die SPD den Verzicht der Gemeindewerke auf Atomstrom will. Die Gemeindewerke können schon ab 2014 zu vertretbaren Kosten vollständig auf den Einkauf von Atomstrom verzichten. Der Werkleiter hat in seinem Konzept „Optionen zum Ausbau des Ökostromangebots“ aufgezeigt, dass ein Ersatz des Atomstroms im Energie-Mix der Gemeindewerke durch GSL-zertifizierten Ökostrom im Jahr knapp 28.000 € kostet. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Gemeindewerke nicht zu beeinträchtigen, sollen diese Kosten nicht an die Kunden weitergegeben werden. Ansonsten würden Kunden zu anderen Anbietern mit günstigerem Atomstrom wechseln. Das wäre kein Beitrag zum Atomausstieg. Die Mehrkosten müssen deshalb zu Lasten des Gewinns von den Gemeindewerken getragen werden. Die Höhe der Mehrkosten für einen schnellen Ausstieg der Gemeindewerke aus der Nutzung von Atomenergie ist nach Auffassung der SPD vertretbar.
Helmuth Jahnke,
SPD-Fraktionsvorsitzender

